Until Dawn
Horror / Thriller
Regie: David F. Sandberg
USA / 2025
Ein Jahr nach dem mysteriösen Verschwinden ihrer Schwester Melanie begeben sich Clover und ihre Freunde auf der Suche nach Antworten in das abgelegene Tal, in dem sie verschwunden ist. Bei der Erkundung eines verlassenen Besucherzentrums werden sie von einem maskierten Killer verfolgt und einer nach dem anderen auf grausame Weise ermordet – bis sie aufwachen und sich plötzlich wieder am Anfang desselben Abends wiederfinden.
Hatten wir das nicht schon öfter, dass Menschen zigmal sterben und dann wieder aufwachen? Allerdings – und zwar mehr als einmal, meist aber als Komödie wie in den äußerst gelungenen HAPPY-DEATHDAY-Filmen.
UNTIL DAWN ist ursprünglich ein Videospiel, das ich nicht kenne, was einfach daran liegt, dass ich kein Zocker bin. Aber bei der Einblendung „Sony PlayStation präsentiert“ war eigentlich sofort alles klar. Daher gilt meine Bewertung dem Film an sich und nicht der Umsetzung der Vorlage, die ich nicht beurteilen kann.
Und so muss ich festhalten, dass UNTIL DAWN, gerade in der ersten Stunde, doch sehr unterhaltsam geraten ist. Die Darsteller sind einem fast alle sympathisch, was dazu führt, dass man mit ihnen mitfiebert. Besonders das Mädchen in der vermeintlichen Hauptrolle ist nicht nur putzig, sondern auch durchaus talentiert (sie hatte auch eine Nebenrolle in ANORA).
Beim Bösewicht ist man ganz auf Nummer sicher gegangen: Nachdem Billy Drago verstorben ist und Brad Dourif kaum noch Rollen annimmt, blieb ja eigentlich nur Peter Stormare, der hier als Psycho wieder einmal eine seiner Paraderollen spielen darf.
Die erste Stunde ist, wie bereits erwähnt, wirklich stark, denn wie sich langsam auflöst, was an diesem Ort eigentlich vor sich geht, ist recht spannend umgesetzt. Die letzten 30 Minuten sind mir persönlich einen Tick zu sehr „wir rennen vor den Bösen weg“, passen aber trotzdem gut zum Rest und sind mit Sicherheit auch ein wichtiger Bestandteil der Videospielvorlage.
Für einen Film ab 16 Jahren ist der Blutzoll hier erstaunlich hoch. Was hier alles an roter Farbe spritzt und an platzenden Körpern zu sehen ist, wäre vor 30 Jahren komplett der Schere zum Opfer gefallen und garantiert ab 18 freigegeben worden.
Fazit: Routinierter Horrorfilm vom Spezialisten für solche Stoffe. David F. Sandberg hat zuvor bereits die durchaus ansehnlichen ANNABELLE 2 und LIGHTS OUT inszeniert. Der Film ist flott gedreht, hat kaum Leerlauf und man sieht ihm an, dass hier doch einiges an Budget zur Verfügung stand.