Loop Track

Thriller / Mystery

Regie: Thomas Sainsbury

Neuseeland 2023


Ian steht am Rande eines Nervenzusammenbruchs und will sich so weit wie möglich von der Menschheit entfernen. Aus diesem Grund flieht er in die Wildnis Neuseelands, wo er auf dem bekannten Loop-Track-Pfad auf einige andere Wanderer trifft.

Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Spielen seine Gedanken verrückt? Sind die anderen Begleiter nicht das, was sie zu sein scheinen? Oder werden sie tatsächlich von „etwas“ verfolgt? Die Reise entwickelt sich schneller als gedacht zu einem Kampf ums Überleben, denn in den Tiefen der Wildnis scheint etwas Böses zu lauern.

Oder lauert dort vielleicht gar nichts – und Ian bildet sich alles nur ein? Genau diese Frage stellt man sich im Grunde über die gesamte Laufzeit, denn vieles deutet darauf hin, dass er einfach nur zunehmend paranoid wird.

Bis zur durchaus interessanten, für manche Zuschauer aber sicher auch etwas anstrengenden Auflösung passiert zunächst nicht besonders viel. Stattdessen nehmen die Spannungen zwischen den Protagonisten stetig zu, das Misstrauen wächst und die Situation wird immer unangenehmer.

In der letzten halben Stunde wird LOOP TRACK dann deutlich stärker. Nach und nach lösen sich die Hirngespinste des offensichtlich völlig überarbeiteten Ian auf und man bekommt endlich die Lösung des Rätsels serviert.

Insgesamt ist der Film durchaus sehenswert, auch wenn er etwas zu lang geraten ist. Rund 15 Minuten weniger hätten ihm gutgetan, gerade am Anfang besteht der Streifen überwiegend aus Dialogen und wirkt eher wie ein Drama als wie ein Thriller.

Der Hauptdarsteller hat hier auch selbst die Regie übernommen, was die Produktionskosten sicher niedrig gehalten hat. Meiner Meinung nach ist er allerdings der bessere Regisseur als Schauspieler, denn die Aufnahmen in der Wildnis sehen wirklich gut aus, während er in der Rolle des Ian etwas steif wirkt.

LOOP TRACK braucht eine ganze Weile, um in die Gänge zu kommen, ohne in dieser Zeit wirklich langweilig zu sein. Der letzte Abschnitt ist klar der stärkste Teil des Films und unterm Strich schließe ich mich der aktuellen IMDb-Wertung ziemlich genau an.