Kraken

Monsterfilm / Action / Sci-Fi

Regie: Nikolay Lebedev

Russland / 2024


Ein Geologen-Team weckt durch Experimente am Nordpol einen prähistorischen Riesenkraken aus seinem eisigen Tiefschlaf. Das Monster zieht eine Spur der Verwüstung durch das Polarmeer und reißt ein Atom-U-Boot auf den Meeresgrund. U-Boot-Kapitän Viktor soll eine Rettungsmission leiten – ahnt jedoch nicht, dass der Kraken in der Tiefe lauert.

Wenn ich manche Kritiken lese, kann ich nur den Kopf schütteln: Darf man jetzt keine Filme aus Russland mehr schauen, nur weil der bekloppte Putin Krieg führt? Was können die Regisseure dafür? Ich schäme mich auch für diverse deutsche Regierungen – und schaue trotzdem Produktionen aus Germany.

Fakt ist: In den letzten Jahren haben die Herrschaften aus dem Land der Matroschka ordentlich aufgerüstet. Viele Produktionen verfügen über beachtliche Budgets und müssen sich technisch nicht hinter amerikanischen Filmen verstecken.

Auch bei Kraken sind die Effekte durchaus ordentlich. Das Vieh selbst sieht gar nicht übel aus – auch wenn man seine digitale Herkunft klar erkennt. Trotzdem: In Sachen CGI kann man hier nicht wirklich meckern.

Problematischer sind die Dialoge. Die bewegen sich streckenweise im Bereich der schweren Körperverletzung. Hier wurden sämtliche Kalte-Krieg-Klischees wieder aus der Mottenkiste geholt. Ich hatte mir einige Zitate notiert – leider gelöscht. Glaubt mir: Es war besser so.

Die Darsteller bleiben insgesamt blass – weder besonders gut noch katastrophal. Ausnahme: der General. Eine derartige Klischeeparade habe ich lange nicht gesehen. Man könnte meinen, der Mann habe schon unter Breschnew gespielt.

Fazit: Kann man schauen, muss man aber nicht. Die CGI-Effekte sind solide, die Dialoge eher nicht. Ob das an der Synchronisation liegt, lässt sich schwer beurteilen – nur leider sprechen die wenigsten von uns fließend Russisch.

Was bedeuten die Chuckys?