How to Make a Killing

Schwarze Komödie / Krimi

Regie: Franck Dubosc

Frankreich / 2024


Bei einem Unfall zwischen Michel und einem Bären kommen zwei Fremde ums Leben – hinterlassen jedoch zwei Millionen Euro und eine Pistole im Kofferraum. Zum Glück hat Michels Frau Cathy genügend Krimis gelesen und nicht nur gute Ideen, wie man das Geld ausgeben, sondern auch wie man die Leichen verschwinden lassen kann. Ihre Kreativität bei der Entsorgung wird lediglich von der Unfähigkeit der lokalen Ermittler übertroffen. Doch bald tauchen weitere Fremde auf – ebenfalls auf der Suche nach dem Geld.

Das Ganze erinnert ein wenig an eine Mischung aus Fargo und Ein simpler Plan – keine schlechten Vorbilder für diese schwarze Komödie aus dem Land des Baguettes und des Vittel-Wassers.

Die Besetzung ist hervorragend gewählt. Nahezu alle Figuren sind nicht die hellsten Kerzen auf der Torte – und werden von ihren Darstellern auch genau so gespielt. Besonders Michel überzeugt: Genau so stelle ich mir einen weihnachtsbaumverkaufenden Hinterwäldler vor.

How to Make a Killing ist keine Dauer-Gag-Parade, sondern verbindet Humor mit einer durchaus soliden Story. Die Bösewichte sind – vermutlich bewusst – herrlich überzeichnet, was gut zum insgesamt leicht absurden Ton passt.

Brutal wird es kaum. Von zwei kurzen Momenten abgesehen hätte der Film fast eine Freigabe ab 12 Jahren bekommen können. Das hätte die Zielgruppe wohl vergrößert – auch wenn es natürlich kein Familienfilm ist.

Das Drehbuch wurde übrigens mit einem César ausgezeichnet – dem französischen Pendant zum Oscar. Keine schlechten Referenzen.

Nach Logik sollte man hier nicht allzu intensiv suchen. Einige Szenen sind bewusst hanebüchen und unrealistisch – aber der Film erhebt auch nie den Anspruch, realistisch zu sein. Er ist in erster Linie eine schwarze Komödie mit ein paar eingestreuten Horror-Elementen.

Fazit: Witziges, angenehm schräges Kleinod aus Frankreich. Wer schwarzen Humor mag, wird hier gut bedient. Die gelungene Synchronisation rundet das Gesamtbild ab.

Was bedeuten die Chuckys?