Worldbreaker
Sci-Fi / Horror / Drama
Regie: Brad Anderson
USA / 2024
In einer Welt, die von übernatürlichen Kreaturen namens „Breakers“ heimgesucht wird, überleben die Teenagerin Willa und ihr verwundeter Vater auf einer abgelegenen Insel. Von ihrem kampferprobten Vater ausgebildet, muss Willa feststellen, dass die Monster, vor denen sie geflohen sind, sie gefunden haben, als ein mysteriöses Mädchen an Land gespült wird. Sie muss sich entscheiden, ob sie fliehen oder kämpfen will – denn der eigentliche Kampf steht ihr noch bevor.
Wer nun glaubt, hier gäbe es massenweise Action, der sieht sich schnell getäuscht. Nach einem ganz passablen Anfang wird der Streifen im Laufe der Zeit immer zäher. Statt einer Alien-Invasion bekommt man hier in erster Linie ein Vater-Tochter-Drama serviert – und das zieht sich stellenweise wie eine Rede von Steinmeier.
Frau Jovovich hat erfreulich wenig Screentime, was aufgrund ihrer schauspielerisch doch eher limitierten Qualitäten nicht weiter stört. Leider kommen aber auch die Viecher viel zu kurz – und genau die wären ja eigentlich das Interessante an dem ganzen Szenario.
Natürlich muss man fairerweise sagen, dass die beiden Hauptdarsteller durchaus glaubwürdig agieren und die Vater-Tochter-Geschichte nachvollziehbar ist. Aber ich bezweifle stark, dass das jemanden interessiert, der sich so einen Film anschaut. Die Leute wollen Monster sehen, Chaos, vielleicht ein bisschen Gemetzel – und davon gibt es hier einfach zu wenig.
Brad Anderson hat eigentlich fast immer solide bis starke Sachen abgeliefert. Ob nun THE MACHINIST, der völlig unterschätzte BLOOD oder auch der Netflix-Thriller FRACTURED – auf den Mann war bisher Verlass. Hier allerdings verhagelt er sich seinen Ruf ein wenig, denn das Ganze ist weder Fisch noch Fleisch.
Erst in den letzten 20 Minuten kommt so etwas wie Spannung auf. Bis dahin ist man entweder eingeschlafen oder von Sätzen wie "Du musst jetzt stark sein" oder "Wir müssen jetzt kämpfen" genervt.
Fazit: Langweilig, Langweiliger, WORLDBREAKER. Und das bei gerade mal 95 Minuten Laufzeit – der Film fühlt sich deutlich länger an, weil einfach zu wenig passiert. Kann man sich (und das sage ich wirklich ungern, weil ich Anderson eigentlich mag) definitiv sparen.