WHEN EVIL LURKS

Horror

Regie: Demian Rugna

Argentinien / 2023


Tief in der argentinischen Provinz entdecken Pedro und sein Bruder einen Besessenen. Lebendig verrottend schlummert in ihm das unsagbar Böse und wartet auf seine Auferstehung. Als es ausbricht, kennt es kein Erbarmen – Angst und Panik breiten sich unter der einfachen Landbevölkerung aus. Wie kann Pedro das Böse bekämpfen und die ewige Verdammnis verhindern?

So viel zum Pressetext. Und wie sieht es mit der Qualität des Films aus?

Man muss sich schon darauf einlassen können, was uns hier aus dem Land von Diego Maradona präsentiert wird. WHEN EVIL LURKS ist beinahe ein eigenes Subgenre: selten hat man so viele unkonventionelle, kompromisslose Szenen gesehen. Der Film macht auch vor Kindern keinen Halt – was viele verstören wird. Aber: Es bleibt Fiktion, kein dokumentierter Realismus.

Hier geht es weniger um klassischen Splatter, sondern um unangenehme, ekelhafte Momente, die sich zu einem brutal konsequenten Gesamtbild verdichten. Die Macher wollen keine Gewaltorgie feiern, sondern ihre düstere Vision kompromisslos durchziehen – und das gelingt ihnen.

Schauspielerisch ist das Ensemble solide, wenn auch stellenweise etwas telenovela-haft. Doch die dichte Atmosphäre in Kombination mit der schonungslosen Inszenierung ist außergewöhnlich und bleibt im Gedächtnis.

Die deutsche Synchronisation wirkt stellenweise steif – das rechne ich dem Film jedoch nicht negativ an. Regisseur Demian Rugna liefert nach TERRIFIED erneut ein verstörendes Werk ab, das in einigen Bereichen Maßstäbe setzt.

Fazit: Eigentlich ein klarer 7er-Chucky-Film – aber wegen seiner unerbittlichen Konsequenz legt die Mörderpuppe noch einen drauf.

Was bedeuten die Chuckys?