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WE DIE TONIGHT
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WE DIE TONIGHT

Action / Thriller

Regie: Richard Holm

Schweden / 2025


Ein gewöhnlicher Arbeitstag in einem abgelegenen Supermarkt verwandelt sich in einen Albtraum, als ein verletztes Paar Zuflucht vor einer brutalen Gang sucht. Innerhalb weniger Minuten wird das Geschäft zur Festung – und die Eingeschlossenen stehen vor einer unmenschlichen Entscheidung: Die Fremden ausliefern oder sich den Aggressoren entgegenstellen? Während die Nacht hereinbricht und die bewaffneten Angreifer versuchen, in das Gebäude einzudringen, eskaliert die Situation zu einem erbarmungslosen Überlebenskampf. Misstrauen, Angst und verborgene Geheimnisse treiben die Belagerten an ihre Grenzen.

Nachtigall, ick hör dir trapsen! Da hat sich doch tatsächlich jemand gedacht, er nimmt einfach mal die Geschichte von John Carpenters ASSAULT, tauscht die Polizeistation gegen einen Supermarkt aus und fertig ist der neue Film. Wird schon keiner merken! Tja, dumm gelaufen, denn spätestens nach wenigen Minuten dürfte jedem halbwegs erfahrenen Filmfan auffallen, woher hier der Wind weht.

Ganz so schiefgegangen ist der Streifen an sich allerdings nicht. Immerhin kommt er relativ schnell zur Sache, verzichtet auf eine ellenlange Einleitung und baut durchaus eine ordentliche Portion Suspense auf. Man weiß ziemlich früh, worauf das Ganze hinauslaufen wird, aber das muss ja nicht zwangsläufig schlecht sein.

Gerade gegen Ende zieht das Tempo dann noch einmal spürbar an und das Geschehen wird tatsächlich ziemlich spannend. Auch Freunde des roten Saftes kommen durchaus auf ihre Kosten, denn hier wird stellenweise ordentlich zugelangt. Die FSK-Freigabe geht deshalb schon in Ordnung, auch wenn man natürlich kein TERRIFIER-Gemetzel erwarten sollte.

Mittendrin agieren einige eher unspektakuläre Darsteller, die zwar keine schauspielerischen Bäume ausreißen, aber auch keineswegs vollkommen talentfrei durch die Gegend stolpern. Besonders bei der Verteidigung des Supermarktes entwickeln die Figuren einige recht kreative Ideen, wodurch die Belagerung zwischendurch sogar ein wenig Abwechslung bekommt.

Das ist auch dringend notwendig, denn vor Originalität strotzt der Streifen nun wirklich nicht. Geschichten, in denen sich eine Gruppe Menschen irgendwo verschanzt, während draußen irgendwelche Irren versuchen, gewaltsam einzudringen, haben wir schließlich schon gefühlte tausendmal gesehen.

Aber gut geklaut ist bekanntlich immer noch besser als schlecht selbst gemacht. Und genau das trifft hier eigentlich ganz gut zu. Denn trotz der offensichtlichen Vorbilder und der mangelnden Eigenständigkeit funktioniert das Ganze über weite Strecken durchaus ordentlich.

Fazit: Ich schwanke tatsächlich zwischen zwei Bewertungen und musste deshalb selbst noch einmal einen Blick auf mein eigenes Bewertungssystem werfen. Und da passen 5 Chuckys mit der Beschreibung „Hab schon Schlechteres gesehen“ eigentlich ziemlich gut. Die teilweise ausgesprochen hohen Bewertungen bei Amazon halte ich jedenfalls für etwas überzogen. So toll ist das Ganze nun wirklich nicht. Aber für einen unterhaltsamen Abend reicht es durchaus – solange man keine allzu großen Ansprüche an die Originalität stellt.

Was bedeuten die Chuckys?