V/H/S/85

Horror / Anthologie / Found Footage

Regie: David Bruckner, Scott Derrickson, Natasha Kermani, Mike P. Nelson, Gigi Saul Guerrero

USA / 2023


Fünf albtraumhafte Tapes enthüllen den wahren Horror der 80er Jahre: Ein Forschungsteam glaubt, ein Alien kontrollieren zu können. Beim Wasserski-Ausflug einer Gruppe Jugendlicher kippt der Spaß in blanken Terror. Ein Fernsehteam in Mexiko-Stadt gerät während eines Erdbebens in den Untergrund und weckt dort etwas, das besser geschlafen hätte. In einer verstörenden Performance-Show wird VR zur tödlichen Falle. Und ein Detective jagt einen Serienkiller, dessen Morde bereits auf Video existieren, noch bevor sie überhaupt begangen wurden.

Ich weiß gar nicht, wie viele Teile es von der Reihe mittlerweile gibt – die diversen Spin-offs noch gar nicht mitgerechnet. Das liegt schlicht daran, dass ich nie der große Fan dieses Found-Footage-Krams war. Die Zeiten, in denen man so etwas noch für echt hielt, sind lange vorbei. Seitdem ist für mich auch ein Großteil des Reizes verpufft.

Nun habe ich mir aufgrund der guten Kritiken V/H/S/85 dann doch mal angeschaut und weiß ehrlich gesagt nicht so recht, was ich davon halten soll. Denn die Geschichten sind durchweg gar nicht schlecht, und bei einigen fragt man sich sofort: Warum hat man daraus keinen kompletten Spielfilm gemacht?

Gerade die Episode mit dem Serienkiller hat gewaltig Potenzial. Stattdessen bekommt man wieder das übliche Gewackel serviert, bei dem an manchen Stellen so heftig herumgezappelt wird, dass man sich den Rest selbst zusammenreimen muss.

Vermutlich ist genau das gewollt – mir fehlt dafür aber offenbar die nötige Fantasie oder schlicht die Geduld. Wenn die Kamera aussieht, als hätte jemand beim Filmen einen epileptischen Anfall bekommen, hört bei mir der Spaß irgendwann auf.

Trotzdem fand ich diesen Teil insgesamt recht unterhaltsam, weil die Episoden durch die Bank originell sind. Nur drängt sich eben ständig die Frage auf, ob ein vollwertiger Film hier nicht die deutlich bessere Lösung gewesen wäre, statt alles in kleine Happen zwischen VHS-Filter und Wackelkamera zu pressen.

Wer die Reihe schon immer mochte und wem das Dauergeflimmer nicht auf die Nerven geht, der dürfte hier ordentlich bedient werden. Ich bin dafür einfach nicht die richtige Zielgruppe.

Fazit: Für Fans der Reihe vermutlich ein Fest, für mich eher ein Wechselbad zwischen guten Ideen und optischem Nervensägen. Trotzdem deutlich besser als vieles andere, was in diesem Subgenre so herumkriecht.

Was bedeuten die Chuckys?