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TRAPPED
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TRAPPED

Mystery / Thriller

Regie: Valentin Vincent

Frankreich / 2025


Nach einem schweren Massencrash mitten in einem Tunnel erwacht Julie in einem völlig zerstörten Auto. Eingeklemmt in ihrem Fahrzeug, das jederzeit in Flammen aufgehen könnte, kämpft die junge Frau verzweifelt um ihr Überleben. Doch sie hat nicht nur mit den Folgen des Unfalls zu kämpfen: Julie leidet unter vollständiger Amnesie. Sie erinnert sich weder an ihre Identität noch daran, wie es zu dem Unfall kam – und erst recht nicht daran, wer der bewusstlose Mann auf dem Beifahrersitz ist.

Die Ausgangssituation ist zunächst einmal wirklich gelungen. Ein schwerer Unfall, ein begrenzter Schauplatz und eine Hauptfigur ohne Erinnerungen – das klingt nach einem spannenden Thriller mit reichlich Potenzial. Das Problem ist nur, dass sich der Film anfangs etwas zu sehr darauf konzentriert, wie Julie aus dem Auto entkommen könnte.

Dabei wird relativ schnell deutlich, dass die offensichtlichen Fluchtversuche ohnehin ins Leere laufen werden. Bereits nach zehn Minuten ahnt man, dass der eigentliche Kern der Geschichte woanders liegt. Zudem geht einem Julies teilweise recht hysterisches Dauergeschnatter mit der Zeit etwas auf die Nerven.

Zum Glück wird der Film im weiteren Verlauf deutlich besser. Sobald die ersten Rückblenden einsetzen und nach und nach die Puzzleteile aus Julies Vergangenheit zusammengesetzt werden, gewinnt die Geschichte spürbar an Fahrt. Nach und nach wird klar, dass hier längst nicht alles so ist, wie es zunächst scheint.

Besonders die Frage, wer der bewusstlose Mann auf dem Beifahrersitz eigentlich ist und welche Verbindung er zu Julie hat, hält die Spannung über weite Strecken aufrecht. Die Auflösung fällt dabei überraschender aus, als man zunächst vermuten würde.

Auch die Schlusswendung hat mich tatsächlich erwischt. Zwar deutet der Film einige Dinge früh an, schafft es aber dennoch, seine Geheimnisse geschickt zu verbergen und den Zuschauer immer wieder auf falsche Fährten zu locken.

Hätte TRAPPED allerdings etwas früher mit seinen Rückblenden begonnen, wäre hier durchaus noch mehr drin gewesen. In diesem Fall bremsen die Zeitsprünge die Handlung nämlich nicht aus – im Gegenteil: Sie erzählen Julies Geschichte auf clevere Weise und sorgen erst dafür, dass der Film interessant wird.

Fazit: Ein solider Mystery-Thriller mit einer starken Grundidee und einigen gelungenen Überraschungen. Der etwas zähe Einstieg und die anstrengende Hauptfigur kosten zwar einige Sympathiepunkte, doch hat man die überstanden, wird man mit einem durchaus spannenden Szenario überrascht.

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