THE STRANGERS: CHAPTER 3
Horror / Thriller
Regie: Renny Harlin
USA / 2025
Das bislang brutalste Kapitel der Reihe – ja nee, ist klar – dringt angeblich tiefer in die düsteren Abgründe und lange verborgenen Geheimnisse der maskierten Killer ein. Im großen Finale übernimmt Madelaine Petsch erneut die Rolle der Maya, die in einen endlosen Strudel der Gewalt gerät. Nach dem Tod von Pin-Up Girl sieht sie sich neuen tödlichen Bedrohungen ausgesetzt, während Scarecrow und Dollface – ja, die haben tatsächlich Namen – ganz eigene, unheilvolle Pläne mit ihr verfolgen. Am Ende wartet die unausweichliche Konfrontation mit den Strangers. Ein Albtraum, aus dem es angeblich nur einen Ausweg gibt: sich dem Grauen zu stellen.
Nun haben wir also das Ende der Trilogie erreicht – so nennt man das jedenfalls da, wo ich wohne – und die Story setzt direkt nach dem Vorgänger an. Ehrlich gesagt ist es jetzt aber auch langsam gut, auch wenn das Ende mal wieder befürchten lässt, dass man uns irgendwann noch eine Fortsetzung andrehen will.
Denn so langsam ist die Geschichte der bekloppten maskierten Mörder nun wirklich auserzählt. Angefangen hat alles damals mit dem Thriller mit Liv Tyler, danach kam OPFERNACHT, der zwar eigentlich nichts mit dem Vorgänger zu tun hatte, aber trotzdem der beste Teil der Reihe ist. Und dann dachte sich irgendwann die finnische Allzweckwaffe Renny Harlin offenbar: „Komm, da machen wir jetzt einfach gleich drei neue Filme draus.“
Aus Merchandise- und Umsatzsicht natürlich nicht ungeschickt. Drei Filme drehen, die man zusammenhängend schauen muss, damit man überhaupt versteht, worum es geht, ist natürlich clever kalkuliert. Hat man Teil 1 gesehen, schaut man sich den Rest halt auch noch an – ob man will oder nicht.
Dabei war der Mittelteil tatsächlich der stärkste Film, auch weil man dort die Figuren nicht nochmal ewig einführen musste und die Handlung endlich mal direkt loslegte. Der Abschluss hier ist okay und liefert immerhin noch ein paar zusätzliche Infos zur Vorgeschichte der Killertruppe.
Aber bitte: Lasst es jetzt auch wirklich gut sein. Es gibt hier schlicht nichts mehr zu erzählen. Die Fans der Reihe dürften inzwischen ohnehin zufrieden sein – wobei sich die meisten Kills mal wieder eher im Off abspielen und ich die hohe FSK-Freigabe ehrlich gesagt überhaupt nicht nachvollziehen kann. Ein Film wie PRIMATE war deutlich härter und bekommt eine 16er-Freigabe, aber die FSK versteht ohnehin seit Jahrzehnten niemand mehr.
Zudem finde ich, dass sich Madelaine Petsch inzwischen ruhig auch mal andere Rollen suchen könnte. Sie ist nämlich tatsächlich eine talentierte Nachwuchsschauspielerin und ragt aus der gesamten Reihe mit Abstand am meisten heraus. Offenbar liebt sie das Horror-Genre allerdings wirklich, denn auch im von mir sehr geschätzten POLAROID war sie bereits 2019 zu sehen.
Unter dem Strich bleibt ein ordentlicher Abschluss einer mittlerweile ziemlich ausgelutschten Reihe. Wenn jetzt wirklich Schluss ist, passt das schon. Noch einen weiteren Film braucht allerdings wirklich kein Mensch mehr. Da schaue ich mir lieber nochmal OPFERNACHT oder den ähnlich gelagerten, fantastischen THEM an.