The Bone Temple
Horror / Thriller
Regie: Nia DaCosta
Großbritannien / USA / 2025
In der Fortsetzung von 28 YEARS LATER findet sich Dr. Kelson in einer schockierenden neuen Beziehung wieder – und diese bringt Konsequenzen mit sich, die die bekannte Welt nachhaltig verändern könnten. Spikes Begegnung mit Jimmy Crystal entpuppt sich als wahr gewordener Albtraum, dem er nicht entkommen kann. In THE BONE TEMPLE sind die Infizierten längst nicht mehr die größte Bedrohung – die Grausamkeit der Überlebenden ist oft noch seltsamer und deutlich schlimmer.
Also ich bin jetzt nicht wirklich der große Fan der Reihe und habe es eh nicht so mit Untoten. Wenn ich in die Fußgängerzone gehe, sehe ich davon schon genug.
Ich habe auch den Vorgänger nicht gesehen und bewerte den Streifen daher als eigenständigen Film – auch wenn ich natürlich gemerkt habe, dass mir hier und da Hintergrundwissen fehlt. Die Vorgänger habe ich damals zum Release gesehen – ist also schon eine ganze Weile her.
Für Leute, die auf sadistische und blutige Filme stehen, ist das hier genau das Richtige. Es gibt massig ziemlich grenzwertige Szenen, die vor 20 Jahren im Leben nicht so durchgewunken worden wären und von unserer geliebten FSK garantiert zerschnitten worden wären.
Man merkt natürlich deutlich, dass es sich um den Mittelteil einer neuen Trilogie handelt. Einige Handlungsstränge werden weitergeführt und am Ende wird schon sehr klar auf den nächsten Teil hingearbeitet – sogar mit Bezug auf den Hauptdarsteller des allerersten Films.
Allerdings muss man auch sagen, dass sich dieser Streifen nun wirklich nicht an den Mainstream anbiedert. Von einem klassischen A-Movie ist das hier meilenweit entfernt – sowohl was Story als auch Look angeht. Deshalb glaube ich, dass der Film eher bei Leuten ankommt, die sich sowieso abseits des Mainstreams bewegen – also genau die Fraktion, zu der ich mich auch zähle. Die Dialoge sind schön rotzig und die Effekte wirken roh und angenehm ungeschliffen.
Mitten drin: Ralph Fiennes, dem man deutlich anmerkt, dass er Spaß daran hat, auch mal so etwas Abgedrehtes zu spielen – nachdem er vor nicht allzu langer Zeit noch in KONKLAVE geschniegelt als Papst unterwegs war. Größer könnte der Gegensatz kaum sein.
Unter dem Strich ist das hier ein ziemlich brutaler und rauer Film. Allerdings wäre es definitiv hilfreich, die Vorgänger gesehen zu haben, denn einiges bleibt ohne dieses Wissen nur schwer nachvollziehbar.