SLANTED

Science-Fiction / Drama / Horror

Regie: Amy Wang

USA / 2025


Die schlaue und ehrgeizige Joan hat eigentlich nur einen Wunsch: endlich dazuzugehören. An ihrer Highschool zählen Aussehen, Likes und Beliebtheit mehr als alles andere. Als sie von einem geheimen, experimentellen Verfahren erfährt, das ihr ein vollkommen neues Äußeres verspricht, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Doch je näher Joan ihrem Traum vom perfekten Leben kommt, desto mehr verliert sie sich selbst. Zwischen Social Pressure, falschen Schönheitsidealen und echter Freundschaft muss sie herausfinden, wer sie wirklich sein will – und was sie bereit ist, dafür zu opfern.

Natürlich wird der Streifen gerne mit THE SUBSTANCE verglichen. So wirkliche Ähnlichkeiten erkenne ich allerdings gar nicht. Klar, in beiden Filmen geht es um eine körperliche Veränderung, doch damit hören die Gemeinsamkeiten für mich auch schon fast wieder auf. Während es bei Demi Moore vor allem um den verzweifelten Kampf gegen das Altern geht, erzählt SLANTED im Kern die Geschichte eines Teenagers, der um jeden Preis dazugehören möchte. Das ist für mich ein völlig anderer Ansatz.

Und natürlich merkt man dem Film auch das deutlich kleinere Budget an. Vermutlich hat THE SUBSTANCE allein für seine Spezialeffekte mehr Geld ausgegeben, als SLANTED insgesamt gekostet hat. Trotzdem ist hier ein sympathischer kleiner B-Movie entstanden, der aus seinen begrenzten Mitteln erstaunlich viel herausholt.

An manchen Stellen übertreibt der Film zwar etwas und die Handlung wirkt gelegentlich ein wenig konstruiert oder weit hergeholt. Andererseits hat beim vermeintlichen großen Vorbild auch niemand ernsthaft nach Logik gefragt. Gerade bei solchen Filmen sollte man ohnehin nicht jede Szene auf die Goldwaage legen.

Viel wichtiger ist, dass SLANTED seine Geschichte mit einer angenehmen Leichtigkeit erzählt. Die Mischung aus Jugenddrama, Satire und ganz leichten Horror-Elementen funktioniert überraschend gut. Der Horror steht dabei allerdings nie wirklich im Vordergrund, sondern dient eher dazu, die Botschaft über Schönheitswahn, Gruppenzwang und Selbstakzeptanz zu unterstreichen.

Auch die jungen Darsteller machen ihre Sache insgesamt ordentlich und verleihen den Figuren genügend Glaubwürdigkeit, damit man trotz der etwas überzeichneten Handlung bei der Stange bleibt.

Fazit: Wer einen zweiten THE SUBSTANCE erwartet, dürfte vermutlich enttäuscht werden. Wer sich dagegen auf ein unterhaltsames Jugenddrama mit leichter Horror-Note und einer durchaus aktuellen Thematik einlässt, bekommt einen sympathischen kleinen Genrefilm geboten, der zwar keine Bäume ausreißt, aber durchweg ordentlich unterhält.

Was bedeuten die Chuckys?