OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN
Horror / Fantasy / Komödie
Regie: Curry Barker
USA / 2025
In OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN nutzt der hoffnungslose Romantiker Bear einen sogenannten „One-Wish-Willow“, um seinen heimlichen Schwarm für sich zu gewinnen. Dieser magische Gegenstand erfüllt Wünsche, sobald man ihn zerbricht. Zunächst scheint Bear tatsächlich alles zu bekommen, wovon er immer geträumt hat. Doch schon bald muss er feststellen, dass manche Wünsche einen finsteren und äußerst unheimlichen Preis fordern.
Der Hype um diesen Film ist mittlerweile derart groß, dass sich zwangsläufig die Frage stellt, ob er überhaupt gerechtfertigt ist. Ehrlich gesagt sehe ich das eher zwiegespalten – und genau darauf möchte ich auch eingehen.
Zunächst einmal sind die Schauspieler bestenfalls solide. Hier hätte ein wenig Starpower ausnahmsweise tatsächlich nicht geschadet. Normalerweise ist mir das völlig egal, aber diesem Film hätte ein charismatischer Hauptdarsteller durchaus gutgetan. Andererseits war das Budget offenbar nicht gerade üppig.
Die Grundidee gefällt mir dagegen durchaus. Sie erinnert angenehm an das Fantasy- und Horror-Kino der Achtzigerjahre. Moderne Technik oder übertriebene CGI-Spielereien sucht man hier weitgehend vergeblich, was dem Film grundsätzlich sogar zugutekommt.
Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist die Entscheidung von Regisseur Curry Barker – nein, weder verwandt noch verschwägert mit Clive –, seinem Film über weite Strecken nahezu das komplette Tempo zu verweigern.
Manche Einstellungen ziehen sich derart in die Länge, dass selbst der König der langen Totalen, Wim Wenders, vermutlich irgendwann auf die Uhr schauen würde. Noch weniger erschließt sich mir allerdings, warum ausgerechnet das von so vielen Zuschauern gefeiert wird. Eine IMDb-Wertung von fast acht Punkten halte ich jedenfalls für seltsam.
Natürlich besitzt OBSESSION einige herrlich schräge Ideen und hier und da funktioniert der Humor auch wirklich gut. Insgesamt kommt der Film für meinen Geschmack aber nie richtig aus dem Quark. Immer wenn man denkt, jetzt nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf, tritt sie kurz darauf schon wieder auf die Bremse.
Auch das Finale hat mich nicht vollständig überzeugt. Meiner Meinung nach hätte es eine deutlich elegantere Möglichkeit gegeben, die Geschichte zu Ende zu bringen. Mehr kann ich dazu allerdings nicht sagen, ohne zu spoilern.
Fazit: Lieber Salt ’n’ Pepa als Curry. Ja, ich weiß – ziemlich flaches Wortspiel. Trotzdem bekommt der Film für seine teilweise herrlich skurrilen Einfälle und seine originelle Grundidee noch eine ordentliche Wertung. Den riesigen Hype um OBSESSION – DU SOLLST MICH LIEBEN kann ich allerdings beim besten Willen nicht nachvollziehen.