NIGHT OF THE LIVING DEAD
Horror / Zombie
Regie: Christopher Ray
USA / 2026
Die ultimative Neuverfilmung des Kultklassikers! Die Toten steigen plötzlich aus ihren Gräbern und stürzen die Welt ins Chaos. Inmitten dieser Apokalypse verschanzt sich eine Gruppe Überlebender in einem abgelegenen Haus. Doch Misstrauen, Angst und die stetig wachsende Bedrohung von außen lassen die Situation eskalieren. Gegen die Horden der Untoten bleibt am Ende nur eine Frage: Wer überlebt die Nacht?
Aha, nun sind sie also wieder da – die Untoten. Ein offizielles Remake ist das allerdings nicht, sondern eher ein kleiner B-Movie, dessen Regisseur sich im Abspann sogar noch den Scherz erlaubt, den Namen „Olen Ray“ einzubauen. Insider wissen natürlich sofort, worauf das anspielt. Ich bezweifle allerdings, dass dafür jemals das offizielle Okay eingeholt wurde.
Die große Frage lautet natürlich: Braucht man das oder hätte man sich das Ganze lieber sparen sollen? Ganz so einfach ist die Antwort allerdings nicht. Man muss dem Streifen zugutehalten, dass er sich zu keiner Sekunde wirklich ernst nimmt. Einige Zombies geben vor ihrem endgültigen Ableben noch herrlich alberne Geräusche von sich und auch der eine oder andere Oneliner sorgt tatsächlich für ein Schmunzeln. Wer bierernsten Horror erwartet, ist hier allerdings definitiv an der falschen Adresse.
Überhaupt merkt man dem Film an, dass er eher als kleine Hommage an die klassischen Zombiefilme gedacht ist, als dass er versucht, George A. Romeros Meisterwerk neu zu erfinden. Bekannte Motive werden aufgegriffen, ohne sich dabei allzu wichtig zu nehmen.
Dabei ist es zugleich einer der letzten Filme mit Robert Carradine. Kurz nach der Fertigstellung nahm er sich das Leben. Dass dies ausgerechnet wegen dieses Films geschehen sein soll, glaube ich natürlich nicht. Carradine litt bereits seit vielen Jahren unter schweren psychischen Problemen. Trotzdem stimmt es traurig, ihn hier noch einmal auf der Leinwand zu sehen. 71 Jahre sind heute wirklich kein Alter und ich habe ihn immer gerne gesehen.
Die Effekte sind für ein derart niedriges Budget überraschend ordentlich ausgefallen. Gerade das Make-up der Zombies kann sich durchaus sehen lassen und auch einige Splattereinlagen sind ganz nett gelungen. Deutlich problematischer ist dagegen das Setting. Man sieht dem Film praktisch in jeder Szene an, dass nur wenig Geld zur Verfügung stand.
Fazit: Sicher kein Film, den die Welt unbedingt gebraucht hätte, aber auch längst nicht der Totalausfall, den man zunächst erwarten könnte.



