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LILY'S RITUAL
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LILY'S RITUAL

Horror / Okkult

Regie: Manu Herrera

Spanien / 2025


Vier Freundinnen verbringen ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte, um ein Hexenritual durchzuführen. Doch als sich die mysteriöse Lily zunehmend seltsam verhält, kippt die Stimmung. Aus Freundschaft wird plötzlich ein düsterer Plan – und ein grausames Opferritual nimmt seinen Lauf.

Bis es allerdings endlich so weit ist, wäre ich beinahe weggedöst. Denn was uns die vier Damen in der ersten Hälfte an belanglosen Dialogen präsentieren, ist schon eine ziemliche Geduldsprobe. Da wird geredet, diskutiert, angedeutet und wieder geredet, ohne dass die Geschichte auch nur einen Millimeter vorankommt. Nach der gefühlt 27. Andeutung haben wir dann auch verstanden, dass alle vier lesbisch sind. Nicht, dass das irgendwie erwähnenswert wäre, aber ansonsten passiert eben nichts und ich muss ja schließlich irgendetwas berichten.

Spannung? Fehlanzeige! Bedrohung? Kaum vorhanden! Wenn es dann endlich mit dem Ritual losgeht, erwacht der Streifen allerdings tatsächlich noch aus seinem Dornröschenschlaf. Plötzlich wird nicht mehr nur gequatscht, sondern ordentlich zugelangt. Zumindest die Freunde des derben Gemetzels kommen jetzt auf ihre Kosten, denn stellenweise bewegt man sich tatsächlich schon fast auf TERRIFIER-Niveau.

Wem eine ordentliche Portion Blut und Gedärm als Entschädigung für die vorangegangene Langeweile ausreicht, der dürfte jetzt zumindest halbwegs zufrieden sein. Ich persönlich hätte allerdings gerne schon vorher einen Film gesehen, der mich einigermaßen bei der Stange hält.

Zumal die vier Damen auch schauspielerisch keine sonderlich überzeugende Vorstellung abliefern. Ihre Möglichkeiten wirken doch ziemlich begrenzt und gerade in den ruhigeren Momenten fällt das besonders unangenehm auf.

Und dann passiert tatsächlich noch etwas, womit ich nach diesem zähen Verlauf kaum gerechnet hätte: Der Film präsentiert ein wirklich hervorragendes Ende! Gerade deshalb ist das Ganze besonders ärgerlich. Denn dieses Finale hätte wirklich einen wesentlich besseren Film verdient gehabt.

Fazit: Ein Horrorfilm mit einem ziemlich langweiligen ersten Teil, einer durchaus deftigen zweiten Hälfte und einem überraschend starken Abschluss. Nur leider macht das aus dem ganzen Streifen noch lange keinen guten Film.

So bleibt es bei drei Punkten: Einer für das hervorragende Ende, einer für die Kamera und einer für die Effekte.

Was bedeuten die Chuckys?