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KOMBUCHA
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KOMBUCHA

Science-Fiction / Horror / Komödie

Regie: Jake Myers

USA / 2025


Luke nimmt einen Job beim angesagten Start-up Symbio an und scheint damit den großen Glücksgriff gelandet zu haben. Das Unternehmen verspricht Innovation, Selbstoptimierung und grenzenlose Produktivität. Schon an seinem ersten Arbeitstag wird Luke jedoch von seinen Vorgesetzten mit Nachdruck dazu gedrängt, den firmeneigenen Kombucha zu trinken. Der Effekt ist verblüffend: Plötzlich arbeitet er fokussierter, energiegeladener und erfolgreicher als je zuvor.

Doch der vermeintliche Wunderdrink hat einen hohen Preis. Schon bald bemerkt Luke beunruhigende Veränderungen an seinem Körper, die immer groteskere Ausmaße annehmen. Während er die Warnsignale zunächst ignoriert, schöpft seine Freundin Elyse Verdacht. Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf eine gefährliche Verschwörung, die weit über fragwürdige Firmenpraktiken hinausgeht. Nun muss sie herausfinden, was wirklich hinter Symbio steckt – bevor es für Luke zu spät ist.

Die Bewertungen für diesen doch recht wilden Genremix fallen insgesamt eher durchwachsen aus. Entsprechend niedrig waren meine Erwartungen – und genau deshalb wurde ich positiv überrascht. Denn der Film entpuppt sich als erfreulich kurzweilige Mischung aus Horror, Science-Fiction und schwarzer Komödie.

Die Grundidee besitzt einen gewissen Charme und fühlt sich angenehm unverbraucht an. Zwar greift der Film aktuelle Themen wie Selbstoptimierung, toxische Arbeitskultur und den allgegenwärtigen Leistungsdruck moderner Start-ups auf, verfällt dabei aber nie in platte Gesellschaftskritik, weil er auch nicht wirklich in die Tiefe dieses Themas geht. Stattdessen entwickelt sich die Geschichte in eine zunehmend absurde Richtung und hält gegen Ende sogar noch die eine oder andere herrlich schräge Überraschung bereit.

Auch die Besetzung macht ihre Sache durchweg ordentlich. Besonders hervorzuheben ist die Darstellerin der Symbio-Chefin, die ihre Rolle hervorragend ausfüllt. Nach außen gibt sie sich freundlich, motivierend und nahbar, doch hinter der perfekten Fassade verbirgt sich ein eiskalt kalkulierendes Biest.

Zugegeben: Im letzten Drittel dreht der Film dann etwas zu sehr auf und übertreibt stellenweise spürbar. Manche Ideen werden etwas zu dick aufgetragen und nicht jede Wendung funktioniert gleichermaßen gut. Trotzdem bleibt das Ganze durchgehend unterhaltsam und überrascht immer wieder mit kreativen Einfällen.

Erstaunlich ist zudem die FSK-12-Freigabe, denn trotz des lockeren Tons geht es stellenweise durchaus blutig zur Sache. Wer einen originellen Genre-Mix mit satirischen Spitzen und einer ordentlichen Portion Body-Horror sucht, könnte hier deutlich mehr Spaß haben, als die eher mäßigen Bewertungen vermuten lassen.

Fazit: Sicherlich kein neues Genre-Meisterwerk, aber ein erfrischend schräger Mix aus Start-up-Satire, Body-Horror und Science-Fiction, der deutlich unterhaltsamer ausfällt, als es die durchschnittlichen Bewertungen vermuten lassen.

Was bedeuten die Chuckys?