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JIMMY AND STIGGS
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JIMMY AND STIGGS

Horror / Science-Fiction / Komödie

Regie: Joe Begos

USA / 2024


Eine Flut schlechter Nachrichten stürzt den arbeitslosen Filmemacher Jimmy Lang in einen völlig außer Kontrolle geratenen Drogen- und Alkoholrausch, der ihn glauben lässt, von Außerirdischen entführt worden zu sein. Aus Angst, dass die Aliens zurückkehren, kontaktiert er seinen alten Freund Stiggs, um sich gemeinsam auf den vermeintlichen Angriff vorzubereiten.

Da ist er nun, der neue Film von Joe Begos. Wer die bisherigen Werke des Regisseurs kennt, dürfte ungefähr erahnen, was ihn erwartet. Vor allem BLISS war bereits ein herrlich durchgeknallter Trip. Trotzdem erhalten die Filme von Begos insgesamt meist recht ordentliche Bewertungen – und das aus gutem Grund. Es gibt eben genügend Menschen, die auf genau diese Art von völlig überdrehtem Wahnsinn stehen.

Sein neuester Streich setzt dem Ganzen allerdings noch einmal die Krone auf. Sollte die Anzahl an Schimpfwörtern jemals ein Kriterium für eine Oscar-Nominierung werden, hätte dieser Film vermutlich keinerlei Konkurrenz. Was hier an verbalen Salven abgefeuert wird, geht wirklich auf keine Kuhhaut. Unweigerlich muss man irgendwann lachen, wenn Jimmy einem vermeintlichen Alien eine Schimpftirade an den Kopf wirft, deren Wortwahl überhaupt nicht zur Situation passt. Begriffe wie „schwanzlutschendes Miststück“ treffen Außerirdische nun wirklich nicht besonders zielgenau, sind aber gerade deshalb unfreiwillig komisch.

Teilweise bewegt sich der Film dabei schon deutlich jenseits der Schmerzgrenze. Ernst nehmen sollte man das Ganze allerdings ohnehin nicht – und genau das erwartet von einem Joe-Begos-Film vermutlich auch niemand. Stattdessen bekommt man eine wilde Mischung aus rabenschwarzem Humor, reichlich Chaos und erstaunlich blutigen Splattereinlagen serviert. Letztere wurden allerdings größtenteils farblich verfremdet, denn mit realistischen Bluteffekten hätte der Film wohl kaum eine FSK-16-Freigabe erhalten.

Natürlich ist das alles Geschmackssache. Wer mit derbem Brachialhumor, permanentem Geschrei und völlig überdrehten Figuren nichts anfangen kann, wird hier vermutlich schon nach einer Viertelstunde entnervt das Weite suchen. Fans von Joe Begos oder generell von schrägen Mitternachtsfilmen dürften dagegen genau das bekommen, was sie erwarten.

Fazit: Sicher nichts für den Massengeschmack und mir persönlich war das Ganze gegen Ende dann doch ein wenig too much, trotzdem hat mich dieser herrlich chaotische Wahnsinn über weite Strecken gut unterhalten und verdient deshalb durchaus eine ordentliche Bewertung.

FUN FACT: Das Making-of mit Eli Roth als ausführendem Produzenten wurde gleich nach dem Film mitgeliefert – ob das bei der DVD-Auswertung so bleibt, weiß ich allerdings nicht.

Was bedeuten die Chuckys?