The Immaculate Room
Thriller / Drama
Regie: Mukunda Michael Dewil
USA / 2022
Fünfzig Tage Isolation. Fünf Millionen Dollar Preisgeld. Willkommen im Immaculate Room! Kate und Mike lassen sich auf ein verlockendes Experiment ein: Nur fünfzig Tage müssen sie es in einem sterilen weißen Raum aushalten – ohne Ablenkung von außen, ohne irgendwelche Annehmlichkeiten zum Zeitvertreib. Verlässt einer von ihnen den Raum vor Ablauf der Frist, sinkt das Preisgeld auf eine Million Dollar, geben beide auf, gehen sie leer aus. Was zu Beginn nach leicht verdientem Geld aussieht, wird schon nach wenigen Tagen zur massiven Belastungsprobe.
Eine sehr interessante Ausgangslage, wie ich fand – weshalb ich mich auch auf diesen Streifen gefreut habe. Die Freude wich allerdings eher Ernüchterung. Nicht, weil der Film grottenschlecht wäre, sondern weil man aus der Idee viel, viel mehr hätte machen können.
Gebt Kurt Wimmer oder auch dem Inder diese Grundidee – dann kommt da mit Sicherheit ein richtiges Meisterwerk heraus. Stattdessen bleibt hier leider nur solides Mittelmaß, weil dem Drehbuch einfach der letzte Pfiff fehlt.
Umso erstaunlicher ist es, dass sogar Anti-Schauspielerin Bosworth eine ganz ordentliche Performance abliefert, während Herr Hirsch ja ohnehin nur selten enttäuscht.
Doch insgesamt passiert einfach zu wenig, um den Zuschauer wirklich bei der Stange zu halten. Gerade bei dieser Ausgangssituation hätten sich so viele Möglichkeiten ergeben. Auch die Nummer mit der „Dame“ (mehr möchte ich nicht spoilern) halte ich für ziemlich hanebüchen, und das Ende ist mir persönlich deutlich zu seicht geraten.
Fazit: Tolle Idee, maue Umsetzung. Aufgrund der schicken Optik und der ordentlichen Darsteller lasse ich mich noch zu fünf Punkten hinreißen – aber da wäre deutlich mehr drin gewesen.