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HUNGRY
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HUNGRY

Horror / Tierhorror / Thriller

Regie: James Nunn

Großbritannien – 2026


Nach einigen privaten Rückschlägen – ihre Mutter ist schwer erkrankt und sie selbst hat gerade ihren Job verloren – freut sich Sistine auf einen Urlaub mit ihrer besten Freundin Hannah. Die beiden fahren nach New Orleans, wo sie eine Alligator-Gruppentour beim Sumpfführer Rodrigo gebucht haben, um sich etwas abzulenken.

Der Ausflug führt das Duo zusammen mit dem Witwer Tim, seiner Tochter Sally, seinem Enkelsohn Mikey sowie der Geschäftsfrau Dionne in die Wildnis. Rodrigo hat sich in den Kopf gesetzt, ihnen „Big Ben“ zu zeigen, einen legendären Riesenalligator, der mit einem Peilsender ausgestattet ist. Doch anstelle des lebenden Tieres finden sie nur dessen in zwei Teile gerissenen Kadaver vor.

Zu allem Überfluss kentert und sinkt auch noch ihr Boot, sodass die Gruppe weit abseits der geplanten Route strandet. Und als wäre das nicht schon ärgerlich genug, taucht plötzlich ein Flusspferd aus dem Wasser auf, das sein Revier durch die Neuankömmlinge bedroht sieht und Jagd auf die ebenso verdatterten wie verängstigten Touristen macht.

Juhu, endlich mal kein Hai, kein Krokodil und auch keine Spinne! Stattdessen mausert sich diesmal ein Nilpferd zum ziemlich blutgeilen Killer, der allerdings weniger Hunger zu haben scheint, sondern schlicht und ergreifend Spaß daran findet, Menschen ins Jenseits zu befördern. Vielleicht sollte das Vieh mal einen Tierpsychologen aufsuchen. Irgendetwas scheint in seiner Kindheit jedenfalls gewaltig schiefgelaufen zu sein.

Warum sich unser gemütlicher Dickhäuter derart danebenbenimmt, erfährt man durch eine etwas weit hergeholte Wendung gegen Ende. Immerhin lässt man den Zuschauer damit nicht völlig im Dunkeln stehen. Bis dahin fühlt man sich durchaus anständig bespaßt, bekommt allerdings auch nicht einen einzigen neuen Einfall serviert.

Die Darsteller sind allerdings, obwohl ich keinen von ihnen kenne, für einen Tierhorrorfilm erstaunlich ordentlich. Das ist schließlich keine Selbstverständlichkeit, denn normalerweise wird das Frischfleisch in solchen Produktionen ausschließlich dafür gecastet, möglichst dekorativ gefressen zu werden.

HUNGRY ist weder gut noch schlecht, weder Fisch noch Fleisch, weder langweilig noch wirklich überragend spannend. Ein Film, der niemandem wehtut – abgesehen natürlich von den bedauernswerten Touristen, die hier als Nilpferd-Spielzeug enden.

Fazit: Solider Tierhorror von der Stange, der mit seinem ungewöhnlichen Killer zumindest ein bisschen Abwechslung ins Genre bringt. Große Überraschungen sollte man allerdings nicht erwarten. Und damit genug vom blutrünstigen Nilpferd. Ich gehe jetzt erst mal zum Kühlschrank und gönne mir ein gekühltes Happy Hippo.

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Was bedeuten die Chuckys?