HOUSEMAID
Thriller / Mystery
Regie: Paul Feig
USA / 2025
Nicht jeder Neuanfang bietet eine zweite Chance. Die 27-jährige Millie hofft nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis als Hausmädchen bei einem wohlhabenden Ehepaar neu anfangen zu können. Doch schon bald merkt sie, dass sich hinter der Fassade aus Luxus und Eleganz eine deutlich düsterere Wahrheit verbirgt, die weitaus gefährlicher ist als ihre eigene Vergangenheit. Ein verführerisches Spiel aus Geheimnissen, Skandalen und Macht beginnt…
Der Roman muss wohl ein ziemlicher Erfolg gewesen sein. Ich als notorischer Nichtleser aus purer Faulheit kannte die Vorlage allerdings überhaupt nicht. Die filmische Umsetzung scheint laut den Fans des Buches aber recht gelungen zu sein.
Amanda Seyfried und Sydney Sweeney teilen sich ungefähr dieselbe Screentime, wobei ich finde, dass Erstere den Film insgesamt deutlich mehr trägt. Frau Sweeney – mit dem Nachnamen wird das übrigens nichts mit einem Wunschkennzeichen in Deutschland – halte ich ehrlich gesagt ohnehin für ziemlich überbewertet. Außerdem sieht sie inzwischen gefühlt zehn Jahre älter aus, während Amanda Seyfried selbst mit über 40 locker noch als Anfang 30 durchgeht.
Nun aber zum Film selbst: Nach einer wirklich starken ersten Stunde kommt die große Wendung ins Spiel, die allerdings leider nicht annähernd so überraschend ist, wie der Film offenbar glaubt. Wer schon ein paar Thriller gesehen hat, dürfte relativ schnell ahnen, wohin die Reise geht.
Der Showdown wiederum macht Spaß und fordert die drei Hauptdarsteller nochmal ordentlich. Auch mit Blut wird für einen Thriller erstaunlich wenig gegeizt.
Insgesamt kann man HOUSEMAID schon klar als Thriller bezeichnen, allerdings schwingt immer wieder eine leichte schwarze Komödie mit. Keine lauten Brüller, aber gerade Amanda Seyfrieds trockene Kommentare sorgen durchaus für einige amüsante Momente.
Das dürfte auch daran liegen, dass Regisseur Paul Feig bereits mit NUR EIN KLEINER GEFALLEN einen ähnlich gelagerten Film gedreht hat, bei dem die komödiantischen Elemente allerdings noch deutlich stärker im Vordergrund standen.
Alles in allem hat mich HOUSEMAID ziemlich gut unterhalten, zumal mir einige der angenehm schrägen Ideen wirklich gefallen haben. Die Schauspieler liefern ordentlich ab, lediglich im Mittelteil gibt es wegen kleiner Längen ein paar Abzüge.