HIM

Horror / Sportfilm

Regie: Justin Tipping

USA / 2025


Nachdem er von einem psychopathischen Fan angegriffen wurde, sieht Quarterback Cameron Cade ein Licht am Ende des Tunnels, als ihm sein Football-Idol Isaiah White anbietet, ihn zu trainieren. Doch Isaiahs charismatische Ausstrahlung nimmt zunehmend verstörende Züge an, und Cam gerät in eine verwirrende Abwärtsspirale, die ihn vielleicht mehr kosten wird als erwartet.

Der Film startet tatsächlich ganz ordentlich: Psycho-Attacke auf den armen Quarterback, leichtes Unbehagen, bisschen Nervenkitzel – man denkt kurz: Okay, vielleicht ist das mal kein Schrott. Doch kaum ist Marlon Wayans im Bild, fühlt es sich an, als hätte jemand die Fernbedienung verloren und zufällig durch fünf Genres gezappt.

Eben noch Psychothriller, dann plötzlich Lebenshilfe-Sportdrama mit gruseligen Flüsterstimmen – ungefähr so harmonisch wie eine Kassette mit Country, Techno und Death Metal auf einer Seite.

Was will dieser Film eigentlich sein? Coach-Motivationsporno? Horror? Psychodrama? Religiöse Parabel? HIM probiert alles – und trifft nichts. Cameron stolpert wie ein verlorenes Schaf durchs Drehbuch, so blass, dass man Angst hat, er löst sich gleich in Luft auf.

Marlon Wayans grinst charismatisch, flüstert unheilvolle Weisheiten und wirkt dabei, als hätte er selbst keine Ahnung, in welchem Film er gerade mitspielt. Ergebnis: viel Stimmung, null Richtung.

Man merkt: Die Grundidee hätte echt was werden können. Aber statt sauberem Psychothriller bekommt man einen wirren Albtraum-Mix, der sich selbst überholt. Marlon Wayans bleibt der Mann, der beweist, dass Charisma allein keinen guten Film macht. Am Ende sitzt man da, kratzt sich am Kopf und denkt: „War das jetzt tief… oder einfach nur verwirrend?“

Netter Ansatz, chaotische Ausführung – ein Film wie ein kaputter Videorekorder: Man wartet die ganze Zeit, dass er endlich läuft… und dann frisst er die Kassette.

Was bedeuten die Chuckys?