Der Mann, der immer kleiner wurde

Sci-Fi / Drama

Regie: Jan Kounen

Frankreich / 2024


Pauls Leben spielt sich zwischen dem Schiffbau-Geschäft und seinem schönen Haus am Meer mit Frau und Tochter ab. Als er eines Tages auf hoher See in ein merkwürdiges Wetterphänomen gerät, beginnt er unaufhaltsam zu schrumpfen, ohne dass die Ärzte eine Erklärung oder ein Gegenmittel hätten. Seine vertraute Umgebung verwandelt sich plötzlich in eine feindliche Welt, in der Begegnungen mit Katzen, Mausefallen und Spinnen zur Frage von Leben und Tod werden – und er ums Überleben kämpfen muss.

Natürlich ist das Ganze ein Remake des 1957 erschienenen Klassikers von Jack Arnold, der damals für großes Erstaunen sorgte, weil die Tricks wirklich sensationell waren. Heute gilt der Film als absoluter Kult – und das nicht ohne Grund.

Nun, fast 70 Jahre später, gibt es also ein Remake. Warum? Weiß keiner so genau – und nach Sichtung des Films bleibt mir das auch ein Rätsel. Nicht, dass wir hier kompletten Schrott serviert bekommen, aber das Drehbuch ist insgesamt doch recht einfallslos und greift im Grunde nur Elemente aus dem Original auf. Dabei hätte man hier wirklich neue Ideen einbauen können, gerade mit dem heutigen Stand der Technik.

Auch die Effekte sind nicht gerade überragend. In vielen Szenen sieht man deutlich den Greenscreen, was heutzutage eigentlich nicht mehr nötig wäre. Oder war das eine gewollte Hommage und sollte bewusst etwas „oldschool“ wirken?

Auch Jean Dujardin wäre mir nicht unbedingt als erste Wahl für die Hauptrolle eingefallen. Gerade in Frankreich gibt es genug Alternativen, die besser gepasst hätten. Er bemüht sich zwar, aber so richtig will das Ganze nicht funktionieren.

Das philosophische Gequatsche erschließt sich mir ebenfalls nicht so ganz. Und dieses ewig lange Schlussbild, das einfach nicht enden will, soll mir vermutlich irgendetwas sagen – nur leider kommt bei mir nichts an. Vielleicht kann mich da jemand aufklären.

Dabei ist der Film insgesamt gar nicht so schlecht, wie es jetzt klingt. Er bietet durchaus solide Unterhaltung und hat auch ein paar wirklich gelungene Szenen, gerade gegen Ende. Trotzdem hätte man dem Ganzen ruhig eine neue Komponente geben können – zum Beispiel, dass er plötzlich wieder anfängt zu wachsen. Warum auch immer. Warum er überhaupt schrumpft, wird nämlich ebenfalls nicht erklärt.

Fazit: Wer das Original nicht kennt, wird vermutlich mehr Gefallen an dem Film finden als diejenigen, die es kennen. Unterm Strich ist das solide Unterhaltung – aber eben auch ein ziemlich unnötiges Remake. Wie so viele.

Was bedeuten die Chuckys?