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Action / Thriller / Horror

Regie: Joey Palmroos

Finnland / USA / 2024


In der eisigen Wildnis Minnesotas wird der vom Pech verfolgte Lieferfahrer Leland „Lee“ Shaw von einem mysteriösen und offenbar wahnsinnigen Schneepflugfahrer gejagt und terrorisiert. Wohin Lee auch flieht, sein Verfolger scheint ihm stets einen Schritt voraus zu sein. Um zu überleben, muss er den mörderischen Fahrer, den er selbst „Mr. Plow“ nennt, mit Mut, Instinkt und Einfallsreichtum austricksen. Während die Kälte immer unerbittlicher wird und die Hoffnung auf Rettung schwindet, beginnt ein gnadenloses Katz-und-Maus-Spiel auf den verschneiten Straßen Minnesotas. Doch mit jeder Meile zieht sich die Schlinge enger zu – und schon bald wird klar, dass nur einer diese Nacht lebend überstehen wird!

Ja, natürlich – welche Filme fallen einem hier sofort ein? DUELL und JOYRIDE, die beide durchaus ähnlich gelagert sind, dazu vielleicht noch ein bisschen COLD PREY und fertig ist die Mischung, die beim imaginären Festival VOLLE INNOVATION sicherlich nicht den ersten Preis gewinnen wird. Will sie aber offensichtlich auch gar nicht.

Beim Hauptdarsteller bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich ihn nun gut fand oder nicht. Irgendwie wirkt er schauspielerisch etwas limitiert, andererseits passt dieser hibbelige Charakter auch ziemlich gut zu ihm. Zumal er gefühlte 70 Prozent des Streifens eine Solo-Performance hinlegen muss und damit zwangsläufig fast den gesamten Film auf seinen Schultern trägt. Immer dabei allerdings Goldfisch Reggie :o)

Auf die coole Geldeintreiber-Tusse hätte ich dagegen gut verzichten können. Das wirkt schon arg aufgesetzt und so, als hätte man unbedingt noch eine besonders toughe Figur in die Geschichte quetschen müssen. Ihr Assistent sieht dabei nicht nur noch bekloppter aus, sondern haut auch ständig dumme Sprüche raus, obwohl er selbst offenbar nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte ist.

Eine mehr als solide Spannung kann man dem Ganzen allerdings nicht absprechen. Die Verfolgungsjagden auf den vereisten Straßen sind durchaus dynamisch gefilmt und gerade die winterliche Umgebung sorgt für eine angenehm ungemütliche Atmosphäre. Zudem zieht der Film in seiner zweiten Hälfte noch einmal deutlich an und entwickelt genau das Tempo, das man sich von einer solchen Geschichte erwartet.

Natürlich darf man sich nicht allzu viele Gedanken über die Logik machen. Der gute Mann kann hinfahren, wohin er will – Mr. Schneepflug ist selbstverständlich immer schon da. Irgendwann fragt man sich zwangsläufig, ob Mr. Plow neben seinem Räumschild vielleicht noch einen Teleporter eingebaut hat. Aber gut: Bei Spielbergs DUELL war das letztlich auch nicht groß anders und dort hat sich ebenfalls kaum jemand daran gestört.

Fazit: Weder neu noch besonders originell, dafür aber erstaunlich unterhaltsam. Die Vorbilder sind jederzeit deutlich zu erkennen, trotzdem funktioniert das Katz-und-Maus-Spiel ziemlich ordentlich und hält die Spannung über weite Strecken aufrecht. Manchmal muss das Rad eben nicht neu erfunden werden – solange der Schneepflug vernünftig darüberrollt.

Was bedeuten die Chuckys?