CRAWLERS
Horror / Thriller
Regie: Ángel Gómez Hernández
USA / 2026
Ein Todesfall erschüttert Paradiso Palms. Zunächst scheint ein tödlicher Virus die Ursache zu sein, doch schon bald offenbart sich das wahre Grauen: Hochgiftige Spinnen breiten sich mit erschreckender Geschwindigkeit im gesamten Gebäude aus. Von der Außenwelt abgeschnitten und unter Quarantäne gestellt, kämpfen die Bewohner ums nackte Überleben.
Ihre einzige Hoffnung scheint Serena zu sein, die überarbeitete und ständig unterschätzte Managerin der Anlage. Sie kennt das Gebäude besser als jeder andere und könnte damit der Schlüssel zur Rettung sein. Doch um die verbliebenen Bewohner vor dem sicheren Tod zu bewahren, muss sie sich ausgerechnet ihrer größten Angst stellen …
Ich glaube, die armen Krabbler belegen nach den Haien mittlerweile Platz zwei unter den Tierchen, die im Laufe der Filmgeschichte am häufigsten zu mordlüsternen Monstern verwurstet wurden. Dabei machen die kleinen Achtbeiner normalerweise überhaupt nichts. Ganz im Gegenteil: Sie halten uns sogar jede Menge lästiges Getier vom Hals und leisten damit eigentlich ziemlich nützliche Arbeit.
Hier sind die Krabbler jedenfalls nicht nur ausgesprochen lästig, sondern vor allem in beeindruckender Anzahl vertreten. Besonders deutlich wird das in einer Szene unter der Dusche – und nein, wir befinden uns nicht bei PSYCHO. Wer ohnehin schon Schwierigkeiten damit hat, sich mit achtbeinigen Mitbewohnern anzufreunden, dürfte anschließend jedenfalls etwas genauer hinschauen, bevor er sich das nächste Mal unter die Brause stellt.
Dazu sind die kleinen Biester offenbar auch noch außergewöhnlich giftig. Denn nachdem sie erst einmal ordentlich an ihren Opfern herumgenagt haben, befindet sich der menschliche Körper in einem Zustand, den man wohlwollend als semioptimal bezeichnen könnte.
Natürlich sollte man hier keinen Innovationspreis erwarten. Ein Wissenschaftler schleppt das gefährliche Zeug ins Haus – wobei sich mir durchaus die Frage stellt, warum ein Wissenschaftler überhaupt in einer derartigen Bruchbude wohnt – und schon nimmt das Unheil seinen Lauf.
Kaum sind die ersten Bewohner über den Jordan gegangen, steht das gesamte Gebäude unter Quarantäne. Von nun an heißt es: Türen zu, Fenster dicht. Dass sich die Lage anschließend nicht gerade entspannt, dürfte niemanden überraschen.
Entsprechend zahlreich fallen auch die Opfer aus. Das schafft zumindest jede Menge freie Wohnungen, was angesichts der angespannten Wohnraumsituation ja durchaus als positiver Nebeneffekt betrachtet werden könnte.
Das alles haben wir natürlich irgendwo schon einmal gesehen. Spinnen gehören schließlich nicht gerade zu den Filmmonstern, denen man noch unzählige neue Eigenschaften andichten könnte.
Die Schauspieler machen ihre Sache einigermaßen ordentlich. Wirklich herausragend ist hier niemand, aber zumindest fällt auch keiner derart unangenehm auf, dass man sich wünscht, die Spinnen würden endlich etwas schneller arbeiten.
Was man dem Streifen allerdings zugutehalten muss, sind einige wirklich unangenehme Szenen. Gerade wenn man sich vorstellt, selbst in der Haut der jeweiligen Opfer zu stecken, vergeht einem das Grinsen ziemlich schnell.
Fazit: Nichts Neues an der Spinnenfront! Die Geschichte ist altbekannt, die Figuren sind bestenfalls durchschnittlich und so manche Situation wirkt reichlich konstruiert. Dafür gibt es einige wirklich unangenehme Szenen, eine ordentliche Portion schwarzen Humor und erfreulich wenige Durchhänger.