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CHUM
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CHUM

Horror / Thriller

Regie: Jonathan Zuck

USA / Malta / 2026


Eine Hochzeit endet im Desaster, als das frisch getraute Paar gemeinsam mit Freunden eine Bootstour unternimmt. Denn die Gäste sind für den psychopathischen Kapitän nichts anderes als Köder für einen gigantischen Weißen Hai, mit dem er noch eine persönliche Rechnung offen hat. Mit dem Blut seiner Passagiere lockt er das Biest immer wieder an – und plötzlich findet sich die gesamte Hochzeitsgesellschaft in einem bedingungslosen Kampf um Leben und Tod wieder.

Ich weiß mittlerweile wirklich nicht mehr, wie oft diese Viecher herhalten mussten, um die bösen Menschenfresser zu spielen. Das ging ja schon Mitte der 70er los, als Spielberg das Tierchen zum ersten Mal auf das leckere Fleisch der humanoiden Spezies losließ.

Mittlerweile gibt es gefühlt 10.000 Haifilme, von denen einige in wirklich trashigstem Trash mündeten. Später hatten die Viecher in irgendwelchen Z-Movies sogar fünf oder sechs Köpfe und waren dazu teilweise so hundsmiserabel getrickst, dass man sich eher vor den Effekten als vor dem Hai fürchten musste.

Nun hat Alice Eve, immerhin eine recht bekannte Darstellerin, diesen neuesten Streich produziert und spielt natürlich auch gleich selbst mit. Die Geschichte ist relativ vorhersehbar und zunächst versucht man noch, so etwas wie eine halbwegs nachvollziehbare Story zu erzählen. Im Laufe des Films wird die allerdings zunehmend nebensächlich.

Die Wendung ungefähr in der Mitte ist zwar nicht wirklich neu, kommt aber trotzdem durchaus überraschend. Danach geht es eigentlich hauptsächlich darum, dem possierlichen Tierchen zu entkommen – was sich erwartungsgemäß gar nicht so einfach gestaltet.

Nun ist auch das hier sicherlich kein Meisterwerk, aber der Film sieht durchaus professionell aus und wirkt in seinem gesamten Erscheinungsbild längst nicht so billig, wie man bei einem weiteren Hai-B-Movie vielleicht erwarten würde. Okay, der Hai stammt aus dem Computer und die Unterwasserwelt größtenteils ebenfalls – aber irgendwo muss man bei einer solchen Produktion eben Abstriche machen.

Die Darsteller sind insgesamt eher lau, wobei der Kapitän noch eine ganz ordentliche Performance abliefert. Wirklich große Schauspielkunst sollte man hier allerdings ohnehin nicht erwarten. Schließlich wollen wir einen Hai sehen und keine Shakespeare-Verfilmung.

Nun habe ich zwar längst nicht alle dieser unzähligen Haifilme gesehen, aber schlechter als der ganze Quark, den es in diesem Genre sonst teilweise zu bestaunen gibt, ist CHUM definitiv nicht. Besonders der erstaunlich gute Look hat mich überrascht. Dazu gibt es noch eine wirklich gelungene deutsche Synchronisation, was bei solchen Produktionen ebenfalls längst keine Selbstverständlichkeit ist.

Fazit: Nichts Neues an der Haifront, aber so schlecht, wie der Film im Netz teilweise bewertet wird, ist er nun wirklich nicht. Die Leute wissen offenbar gar nicht, was ich in diesem Genre schon alles ertragen musste. Ich wurde jedenfalls ganz ordentlich unterhalten – und manchmal reicht das bei einem weiteren Film mit einem gefräßigen Fisch vollkommen aus.

Was bedeuten die Chuckys?