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AMSTERDAMNED II
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AMSTERDAMNED II

Action / Horror / Thriller

Regie: Dick Maas

Niederlande / 2025


Amsterdam wird erneut von einer Serie grausamer Morde erschüttert. Als die junge Ermittlerin Tara Lee immer tiefer in den Fall eintaucht, stößt sie auf Spuren einer Bedrohung, die die Stadt bereits vor Jahrzehnten heimsuchte. Gemeinsam mit dem ehemaligen Kommissar Eric Visser nimmt sie die Jagd auf einen Mörder auf, der die Grachten erneut rot färbt. Mit jedem weiteren Opfer werden die Ermittlungen gefährlicher und irgendwann stellt sich zwangsläufig die Frage: Wurde der Fall damals wirklich gelöst?

Satte 38 Jahre hat sich Dick Maas Zeit gelassen, um eine Fortsetzung zu drehen. Das hätte dann vielleicht doch ein klein wenig früher sein dürfen. Von Huub Stapel hat man später – abgesehen von den FLODDER-Filmen und einigen weiteren Produktionen – hierzulande nicht mehr allzu viel mitbekommen, während Maas weiterhin recht gut im Geschäft war. Wobei man fairerweise sagen muss, dass der Mann neben einigen wirklich guten Filmen auch schon den einen oder anderen ziemlichen Quark zusammengezimmert hat.

Nun ist es natürlich schwierig, nach fast vier Jahrzehnten eine Fortsetzung zu einem echten Kultfilm zu drehen. Wer AMSTERDAMNED von 1988 liebt und hier eine moderne Kopie des Originals erwartet, dürfte deshalb möglicherweise enttäuscht werden. Schon allein die Anzahl der großen Actionszenen hält sich diesmal deutlich stärker in Grenzen.

Aber mal ehrlich: Will man einen inzwischen 71-jährigen Huub Stapel wirklich zwei Stunden lang durch Amsterdam sprinten, von Boot zu Boot springen und irgendwelchen Killern hinterherhechten sehen? Der Film kokettiert erfreulich oft mit dem fortgeschrittenen Alter seines Protagonisten und macht daraus keinen Hehl.

Die Geschichte ist dabei gar nicht mal schlecht konstruiert, weil sie tatsächlich direkt an den ersten Teil anknüpft – nur eben fast 40 Jahre später. Wurde damals vielleicht der Falsche erwischt? Ist der alte Fall womöglich doch nicht so abgeschlossen, wie Visser all die Jahre geglaubt hat? Gerade für ihn ist diese Vorstellung natürlich alles andere als angenehm, schließlich hat er das Kapitel seines Lebens längst abgehakt.

Natürlich gibt es diesmal nicht annähernd so viele Verfolgungsjagden wie im Original. Wenn Dick Maas allerdings eine auffährt, dann kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen. Einige Sequenzen sind wieder erstaunlich spektakulär geraten und zeigen, dass der alte Herr noch immer weiß, wie man eine ordentliche Actionszene inszeniert.

Auch Amsterdam selbst wird erneut hervorragend genutzt. Grachten, enge Straßen, Wasser und die besondere Architektur der Stadt sorgen für genau das Ambiente, das schon den ersten Film ausgezeichnet hat.

Fazit: Sieht man den Streifen weniger als direkte Fortsetzung eines Kultfilms und mehr als eigenständigen Thriller mit Verbindung zur Vergangenheit, finde ich das Ergebnis durchaus gelungen. Natürlich fehlt ihm die Frische und teilweise auch der Wahnsinn des Originals, aber nach 38 Jahren wäre es vermutlich sowieso ziemlich vermessen gewesen, einfach AMSTERDAMNED noch einmal drehen zu wollen.

Was bedeuten die Chuckys?