Whisper in the Witch

Horror / Thriller

Regie: Serik Beyseu

Russland / 2023


Nachdem ein Teenager in einem verlassenen Herrenhaus am Rande eines abgelegenen Dorfes ermordet wird, übernimmt Kommissar Paul Novak den Fall. Auf der Suche nach der Wahrheit hinter dem mysteriösen Todesfall stößt er auf eine antike Musikbox, die angeblich die Stimme einer Hexe enthält, die vor langer Zeit in der Villa lebte. Doch eine böse heidnische Macht erwacht – und sie hat offenbar schon lange auf den Ermittler gewartet.

In den letzten Jahren haben die Russen in der Filmindustrie ganz schön aufgeholt. Früher eher eine Randerscheinung, tauchen mittlerweile doch immer mehr Produktionen aus dem Land des Wodkas auf – und das auch noch in den unterschiedlichsten Genres.

Hier handelt es sich um einen Horrorthriller mit einer ganz netten Grundidee. Hatten wir flüsternde Hexen schon einmal? Ich kann mich zumindest nicht erinnern. Wie diese Stimmen entstehen, ist jedenfalls ein mehr als pfiffiger Einfall, den ich aus Spoilergründen nicht näher ausführen möchte.

Die Schauspieler sind durchaus ordentlich, sagen mir aber durch die Bank gar nichts – was allerdings nichts heißen muss, da ich in dieser Filmszene überhaupt nicht bewandert bin. Aber auch THE SYNDROME, den ich kürzlich besprochen habe, konnte durchaus überzeugen, und an dessen erste, wirklich spooky fünf Minuten denke ich heute noch.

Auch der Regisseur ist ein recht unbeschriebenes Blatt und hat noch nicht allzu viel gedreht. Wenn er aber weiterhin Genrebeiträge wie diesen hier abliefert, darf er gerne weitermachen.

Auch wenn man viele Versatzstücke aus anderen Filmen bereits kennt, ist hier ein unterhaltsamer kleiner Grusler entstanden, der natürlich den ein oder anderen Logikfehler hat – aber darüber sehe ich gerade in diesem Genre gerne hinweg, solange es nicht ausartet.

Der absolute Hit ist allerdings die allerletzte Einstellung. Ich liebe es ja, wenn es noch eine schicke Überraschung ganz am Ende gibt und der Zuschauer damit zurückgelassen wird – und in diesem Fall ist das wirklich hervorragend gelungen.

Unter dem Strich bleibt ein wirklich netter kleiner Gruselfilm, mit relativ wenig Budget realisiert, was aber aufgrund der wenigen Effekte nicht sonderlich ins Gewicht fällt.

Was bedeuten die Chuckys?