Vincent Must Die

Thriller / Drama

Regie: Stéphan Castang

Frankreich / 2023


Vincents Existenz als unauffälliger Mann gerät aus den Fugen, als er plötzlich von Unbekannten scheinbar grundlos mit mörderischen Absichten angegriffen wird. Als das Phänomen weiter eskaliert, ist er gezwungen zu fliehen und sein Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Doch Vincent gerät immer tiefer in eine verrückte Gewaltspirale, aus der es kaum ein Entrinnen gibt.

Die grundsätzliche Idee ist schon einmal sehr gelungen, denn der arme Kerl weiß gar nicht, wie ihm geschieht und warum plötzlich alle so böse auf ihn sind und ihn verletzen oder gar umbringen wollen. Das weiß allerdings auch der Zuschauer nicht – und ist somit immer auf dem gleichen Wissensstand wie der Hauptdarsteller.

Überraschenderweise trägt diese Geschichte fast den gesamten Film. Nach und nach wird aufgeklärt, warum das Ganze passiert und auch, dass diese Mordlust offenbar wieder verschwinden kann.

Nein, hier laufen keine Zombies herum, die Lust auf frisches Fleisch haben, sondern einfach mordlustige Normalos, die es auf den armen Vincent abgesehen haben. Der einem durchaus leidtun kann, denn er hat ja nun wirklich nichts Böses getan.

Obwohl ich ja eher ein Freund von Independent-Filmen wie diesem bin, hätte an manchen Stellen etwas mehr Budget durchaus gutgetan. Der Hauptdarsteller passt zwar gut in die Rolle, agiert aber oft etwas blass – ebenso die Dame, mit der er sich anfreundet.

Wie ich oben schon schrieb: „Fast den ganzen Film trägt“. Denn der Streifen ist am Ende doch etwas zu lang geraten, und gegen Schluss bekommt die eigentlich interessante Geschichte dann leichte Ermüdungserscheinungen.

Wer aber gerne französische B-Movies sieht, kann hier durchaus einen Blick riskieren. Horror ist das allerdings trotzdem nicht – eher ein Thriller mit partiell eingestreuten, aber gut passenden Ausflügen ins Drama-Genre.

Was bedeuten die Chuckys?