The Tank
Horror / Mystery
Regie: Scott Walker
Neuseeland / 2023
Oakland, Kalifornien im Jahr 1978: Eine junge Familie erbt unverhofft ein malerisch am Meer gelegenes Cottage. Das vermeintliche Paradies wird jedoch schnell zum Albtraum für Jules, Ben und ihre Tochter: Nachts geschehen merkwürdige Dinge, und der riesige Wassertank neben dem Haus birgt ein altes Familiengeheimnis – ein blutgieriges Monster treibt darin sein Unwesen ...
Viel mehr gibt es zur Geschichte eigentlich auch nicht zu sagen, denn sie ist insgesamt recht dünn. Die spannende Frage lautet also: Hat man daraus trotzdem einen ordentlichen Film gemacht?
Eigentlich macht Regisseur Scott Walker nicht viel falsch. Er enthält dem Zuschauer die eher unangenehmen Zeitgenossen lange vor, was die Spannung nicht sofort verpuffen lässt. Der Film ist gerade bei den Szenen im Tank sehr gut ausgeleuchtet und verbreitet eine schöne, unheilvolle Atmosphäre.
Auch die beiden Hauptdarsteller sind einem schnell sympathisch, und man fiebert mit, ob sie lebend davonkommen (ich zittere ja auch immer besonders mit, wenn Tiere in Gefahr sind – und Hund Archie ist hier natürlich ebenfalls bedroht).
Soweit also alles richtig gemacht. Was man dem Film allerdings ankreiden muss, ist das völlige Ausbleiben neuer Ideen. Nichts, was man hier sieht, kennt man nicht schon aus zig anderen Horrorfilmen. Gut, ein Wassertank als Ursprung des Grauens ist vielleicht etwas ungewöhnlich – aber trotzdem fühlt sich der Film wie ein Best-of aus gefühlt hundert anderen Streifen an.
Das macht The Tank allerdings handwerklich sauber, spannend und durchaus kompetent. Zudem sieht der Film an keiner Stelle nach einem B-Movie aus – was er eigentlich ist. Auch die Kreaturen, die der Familie eher semi-freundlich gesinnt sind, wurden ordentlich getrickst. Der Ausgang der Geschichte ist allerdings ziemlich vorhersehbar.
Für mich ist das der klassische solide Mittelklasse-Film: ordentliche Spannung, gute Darsteller, brauchbare Effekte. Für eine höhere Wertung hätte es einfach ein paar mehr eigene Ideen gebraucht. Aber wie man so schön sagt: Lieber gut geklaut als schlecht selbst erfunden.