The Sleeping Woman

Mystery / Drama / Grusel

Regie: Laura Alvea

Spanien / 2024


Pflegerin Ana entwickelt Gefühle für Agustín, den Ehemann ihrer Patientin Sara, die im Wachkoma liegt. Ana wurde engagiert, um sich um Sara zu kümmern. Doch schon bald wird sie von übernatürlichen Erscheinungen heimgesucht, die offenbar darauf abzielen, sie aus dem Haus zu vertreiben und von Agustín fernzuhalten. Verfügt Sara über besondere Fähigkeiten, vor denen sich Ana in Acht nehmen muss?

Und woher kommen Anas Aussetzer, in denen sie sich plötzlich in merkwürdigen Situationen wiederfindet, sich aber nicht erinnern kann, wie sie dort hingekommen ist? Diese Frage beschäftigt den Zuschauer eine ganze Weile, bevor sie schließlich beantwortet wird.

Das Cover suggeriert einen waschechten Horrorfilm. Dem würde ich nur bedingt zustimmen, denn dafür ist der Film weder sonderlich brutal noch entspricht er dem, was man heute gemeinhin unter Horror versteht.

Die Mischung aus Drama und Fantasy mit einem Hauch Grusel weiß aber durchaus zu unterhalten und kann zudem mit drei guten Darstellern aufwarten – auch wenn Almudena Amor („Der perfekte Chef“) es stellenweise ein wenig übertreibt mit dem Klimpern der Kulleraugen.

Erinnert ihr euch noch an PATRICK? Es gab einen aus den 70ern und ein wirklich gelungenes Remake, bei dem der Protagonist ebenfalls halbtot im Bett lag und übersinnliche Kräfte entwickelte. THE SLEEPING WOMAN ist in etwa die softe Variante davon.

Auffällig ist zudem die sehr gute Kameraführung. Die Vita von Regisseurin Laura Alvea ist bislang noch recht überschaubar: Sie sammelte zwar Erfahrungen als Assistentin, doch dies ist ihr erster abendfüllender Spielfilm als alleinige Regisseurin. Und gerade für ein Debüt ist das Ergebnis absolut respektabel.

Fazit: Insgesamt ein unterhaltsamer Streifen – vielleicht einen Tick zu lang, aber mit einigen Wendungen und durchaus originellen Ideen. Why not?