The Screening

Horror

Regie: Gustavo Hernández

Brasilien / 2023


Neun Personen sitzen im Kino. Die Werbung ist vorbei, gleich beginnt der Hauptfilm. Plötzlich stoppt der Projektor, die Leinwand wird schwarz. Dann erscheint das Bild einer jungen Frau, die auf einen Stuhl gefesselt ist. Ein sadistisches Spiel beginnt: Die neun Zuschauer sind plötzlich selbst die Hauptdarsteller – und der Regisseur dieses Abends ist ein Killer.

Klingt eigentlich gar nicht schlecht, oder? Tja. Leider wurde diese durchaus brauchbare Idee komplett gegen die Wand gefahren.

Die Figuren sind durchweg oberflächlich, unsympathisch und einem innerhalb weniger Minuten völlig egal. Die deutsche Synchronisation passt sich diesem Niveau nahtlos an. Die Morde sind stellenweise ganz okay, aber das reicht natürlich bei Weitem nicht, um den Film zu retten.

Spannung will zu keiner Zeit aufkommen – und das liegt nicht nur am lahmen Drehbuch, sondern auch an den schauspielerischen Leistungen, die man nur als katastrophal bezeichnen kann.

Hätte man die Grundidee jemandem wie James Wan in die Hand gedrückt, wäre daraus vermutlich ein durchaus passabler Thriller geworden. Und vermutlich auch einer mit Darstellern, die zumindest die Grundzüge ihres Berufs beherrschen. Es sei denn, hier hat man absichtlich nur Laien gecastet, um es „authentischer“ wirken zu lassen.

Eigentlich ist jedes weitere Wort zu diesem Film schon zu viel. Den zweiten Punkt gibt es für ein paar halbwegs brauchbare Effekte – der Rest ist schlicht und ergreifend Totalausfall.

Fazit: Ein brasilianischer Rohrkrepierer ohne jede Spannung oder Charme. Dann doch lieber eine Runde Samba tanzen.