The Deep Dark
Horror / Thriller
Regie: Mathieu Turi
Frankreich / 2023
Im Jahr 1856 kommt es in einer nordfranzösischen Mine zu einem folgenschweren Unglück, das mit dem Tod der Grubenarbeiter endet. Hundert Jahre später begibt sich eine Gruppe Bergleute unter der Leitung von Professor Berthier unter Tage, um Gesteinsproben zu sammeln. Als es 1000 Meter unter der Erde zu einem Erdrutsch kommt, wird den sieben Männern der Weg nach oben versperrt. Das hat schreckliche Folgen, denn nun macht im Tunnel-Labyrinth eine blutrünstige Bestie Jagd auf sie.
Samuel Le Bihan – den Mann aus Filmen wie PAKT DER WÖLFE oder FRONTIERS – gibt es also auch noch. Er schien sich damals in die Spitze der französischen Schauspieler zu katapultieren, hat sich in den letzten Jahren aber eher rar gemacht. Nun meldet er sich mit einem Horrorfilm (wohl seinem Lieblingsgenre) zurück.
Hier ist er Teil eines Ensembles, das unter der Erde eigentlich nur sein täglich Brot verdienen will. Eine zwar gut bezahlte, aber auch extrem anstrengende Arbeit, die man nur für begrenzte Zeit ausüben kann. Als der Professor auftaucht, ist man zwar wenig begeistert – aber was soll mit dem etwas spleenigen Herrn schon passieren?
Dem wiederum sind die Gesteinsproben allerdings ziemlich egal. Er ist auf der Suche nach etwas ganz anderem, das er dann auch findet – und welches die Bergarbeiter recht schnell dezimiert.
Das Monster (ich denke, da verrate ich noch nicht zu viel) ist eigentlich ganz schick getrickst und sieht aus wie eine Mischung aus Pinocchio und Predator – und ist zudem auch noch recht blutrünstig. Einige Szenen sind daher schon ziemlich derb. Früher wäre dieser Streifen garantiert niemals mit einer 16er-Freigabe durchgegangen.
Die Location ist natürlich dankbar, denn unter Tage in den vielen Gängen hat es der Regisseur leicht, schicke Fallen, viele Abzweigungen und eine schön beklemmende Atmosphäre zu schaffen.
Die Schauspieler sind zudem allesamt in Ordnung, können in den meist recht dunklen Szenen aber auch nicht wirklich viel zeigen. Der Streifen ist allerdings ohnehin nicht darauf ausgelegt, einen Oscar in der Kategorie „Beste Hauptrolle“ zu gewinnen.
Unter dem Strich bleibt ein recht spannender Film mit schicker Atmosphäre und einem wirklich gelungenen Ende – was bei mir ja automatisch immer schon einen halben Pluspunkt gibt. Als ähnlich gelagerter Streifen fällt mir im Moment eigentlich nur BENEATH ein – und der war auch gut.