Ride
Action / Thriller
Regie: Jacopo Rondinelli
Italien / 2018
Die Freunde Kyle und Max sind Extremsportler, stets auf der Suche nach der nächsten Challenge – und vor allem nach dem großen Geld. Ein neuer Wettbewerb der mysteriösen Organisation „Black Babylon“ verspricht Ruhm und Reichtum für den Gewinner.
Auch wenn über die Organisation kaum etwas bekannt ist, können die beiden dem Reiz des Preisgeldes nicht widerstehen und gehen an den Start. Doch im Verlauf des Wettbewerbs stellen sie fest, dass dieser deutlich tödlicher ist als zunächst gedacht. Aus einem vermeintlichen Abenteuer wird schnell ein Kampf ums Überleben.
Ganz korrekt ist der Pressetext allerdings nicht, denn die beiden Herrschaften werden schlicht zur Teilnahme gezwungen, indem man sie kurzerhand entführt. Das nur der Vollständigkeit halber.
Die Grundidee ist eigentlich ganz nett. Auch das Punktesystem, bei dem besonders gefährliche Stunts entsprechend mehr Zähler einbringen, hat durchaus Potenzial.
Was sich mir allerdings nicht erschließt, ist die grauenhafte Optik. Offenbar ist es momentan wieder en vogue, Spiele und Filme bewusst grob pixelig aussehen zu lassen – ähnlich wie beim mir völlig unverständlichen Erfolg von Fortnite, das ich ebenfalls für ziemlich dämlich halte.
Dämlich wird leider auch der Film. Positiv hervorzuheben sind zwar einige durchaus ansehnliche Actionsequenzen, doch der Gesamteindruck leidet permanent unter der extrem schwachen Grafik. Auch der Twist gegen Ende ist alles andere als überraschend.
Schauspielerisch lässt sich das Ganze ohnehin kaum bewerten, da die Akteure die meiste Zeit Helme tragen, während sie auf ihren Fahrrädern durch die Gegend brettern.
Fazit: Vielleicht bin ich für Filme mit Schnittorgien im Zehn-Sekunden-Takt einfach zu alt. Was mich aber wirklich stört, ist die Optik – die bewegt sich bestenfalls auf dem Niveau von 1995. Und das geht heutzutage selbst mit kleinem Budget deutlich besser.