Post Mortem

Horror / Mystery

Regie: Péter Bergendy

Ungarn / 2020


Kurz nach dem Ersten Weltkrieg: Tomas, der im Krieg eine Nahtoderfahrung gemacht hat, geht nach seiner Zeit als Soldat einem etwas makabren Job nach. Er arbeitet als Post-Mortem-Fotograf und schießt Bilder von Verstorbenen als Erinnerung für die Angehörigen.

Als die kleine Anna ihn auf dem Jahrmarkt anspricht, begleitet er sie in ihr Heimatdorf, das nicht nur vom Krieg und der Spanischen Grippe gebeutelt wurde, sondern wegen der vielen Toten nun auch von Geistern heimgesucht wird. Und mit denen müssen Tomas und Anna es nun aufnehmen …

Ein durchaus interessanter, kleiner Streifen aus dem Land des Gulasch. Die ungarische Filmindustrie ist gar nicht mal so klein – allerdings schwappen nur selten Produktionen ins übrige Europa. Ich kenne eigentlich nur den recht kruden Kontroll.

Natürlich sagen mir die Darsteller nichts, die beiden Hauptprotagonisten sind aber durchaus überzeugend, und auch die Geschichte hat ein paar schöne Ideen sowie die ein oder andere kleine Wendung zu bieten.

Wer jetzt viel Blut erwartet, wird allerdings enttäuscht werden, denn hier geht es eher um subtilen Horror als um spritzende Blutfontänen. Im Rahmen des sehr kleinen Budgets hat man aber – insbesondere was die Atmosphäre angeht – einen wirklich guten Job gemacht.

Normalerweise versuche ich immer, bei Produktionen aus eher unbekannten Ländern zumindest Referenzfilme zu finden – was hier aber schwerfällt. Dafür ist die Story dann doch überraschend eigenständig geraten.

Fazit: Wer gerne mal Filme aus filmisch eher unbekannten Ländern der europäischen Landkarte sieht und auf subtilen Horror steht, kann hier ruhig einen Blick riskieren. Die Geschichte ist durchaus interessant und die Atmosphäre sehr stimmig.

Was bedeuten die Chuckys?