Parasite
Sci-Fi / Horror
Regie: Tim Andrew
USA / 2004
Man kann mir vieles vorwerfen, nicht jedoch, dass ich ein Problem mit Trash oder Billigproduktionen hätte – wenn sie liebevoll gemacht sind. Parasite schafft es jedoch wirklich, keinen einzigen positiven Punkt zustande zu bringen.
Der Untertitel macht einem ja schon Angst: „Das Grauen hat die Erde erreicht… und es ist hungrig!“ Das stimmt sogar – grausam ist dieses Machwerk definitiv, und Hunger hatte ich danach auch, denn statt etwas Gescheites zu essen habe ich mir diesen unglaublichen Mist angetan.
Parasiten sieht man kaum, gute Schauspieler gar nicht, die Synchronisation von Softpornos aus den 70ern ist deutlich gelungener, und Spannung? Vielleicht für Fünfjährige, die noch nie einen Fernseher gesehen haben.
Der Pressetext klingt sogar halbwegs brauchbar: Eine Crew testet ein neues Reinigungsmittel auf einer verlassenen Bohrinsel, doch dort lebt eine tödliche Kreatur. Klingt nicht gut – ist aber noch viel schlimmer.
Die letzten 30 Minuten habe ich nur noch im Schnellvorlauf ertragen. Keine Splatterszenen, keine Atmosphäre, nur ultratoughe Frauen und tumbe Vollidioten, gegen die Steven Seagal wie ein brillanter Charakterdarsteller wirkt. Dazu noch miese Computereffekte – fertig sind 90 Minuten Zeitverschwendung.
Regisseur Tim Andrew (alias Pendergrast) hat hier hoffentlich seinen ersten und letzten Film abgeliefert. Denn schlimmer geht es wirklich nicht mehr.
Fazit: Gnadenlos schlechter Sci-Fi-Horror, der wirklich in allen Belangen versagt. Ein Paradebeispiel dafür, warum nicht jeder Mensch eine Kamera in die Hand bekommen sollte.