Parallel

Science-Fiction / Thriller

Regie: Isaac Ezban

Kanada / USA / 2018


Die Start-up-Unternehmer Devin, Noel, Leena und Josh erhoffen sich den Durchbruch in der Tech-Branche. Doch gerade als der Traum vom großen Erfolg zu platzen droht, entdecken die vier Freunde auf dem Dachboden ihres Hauses einen alten Spiegel, der als Tor in parallele Universen dient.

Die alternativen Realitäten, die ihrer eigenen Wirklichkeit bis auf wenige Details ähneln, eröffnen den Jungunternehmern ungeahnte Möglichkeiten: Es gelingt ihnen nicht nur, ihr Business zu retten – durch das Stehlen von Wissen aus den anderen Welten bietet sich ihnen auch die Chance, ihre eigenen Leben grundlegend zu verbessern. Doch die Freunde ahnen nicht, welche gefährlichen Konsequenzen das Spiel mit dem Multiversum nach sich zieht …

Im Endeffekt würde ich das Ganze zunächst dem Genre Sci-Fi-Komödie zuordnen, doch gegen Ende wechselt der Film dann tatsächlich in Richtung Thriller. Da wird der Streifen nämlich richtig spannend und hat sogar einen ziemlich krassen Splattereffekt zu bieten, der aus dem Nichts kommt.

Ein wenig erinnert das Ganze im Gesamtbild an Kleine Morde unter Freunden, auch wenn er natürlich nicht dessen Klasse erreicht (wo ist da eigentlich die Blu-ray?).

Die Grundidee ist eigentlich ganz pfiffig, und es macht auch Spaß, den Herrschaften bei ihren „Zeitreisen“ zuzusehen und wie sie versuchen, diesen Vorteil für sich auszunutzen. Dass man so etwas mal eben zufällig auf dem Dachboden findet, ist natürlich weit hergeholt – ich glaube, ich sollte auch mal nachschauen, vielleicht liegen da ja zwei Millionen Euro.

Ich finde sogar die Effekte für so einen kleinen Film recht gelungen. Ich frage mich immer, was manche Leute von solchen Produktionen erwarten – hier ist kein Special-Effects-Supervisor von Roland Emmerich am Werk, sondern es handelt sich um eine Independent-Produktion.

Dafür machen auch die mir durchweg unbekannten Darsteller einen ordentlichen Job. Interessant zu beobachten ist außerdem, wie jeder der vier anders mit der Situation umgeht: Während der eine größenwahnsinnig und gierig wird, plagt den nächsten das schlechte Gewissen.

Wer dem Film in Gänze folgen will, sollte nicht zu spät mit dem Schauen beginnen, denn das ein oder andere Mal ist schon etwas Mitdenken gefragt – was mir gegen Mitternacht dann doch schwerfiel. Ich habe ihn daher am nächsten Tag zu Ende geschaut und es tatsächlich geschafft, genau an der Stelle auszuschalten, an der der Film zum Thriller mutiert.

Fazit: Sympathischer, netter kleiner B-Movie mit einer soliden Grundidee und einer dem Budget angemessenen Umsetzung.

Was bedeuten die Chuckys?