Number One Girl
Action / Drama
Regie: Luc Campeau
Kanada / 2005
Der berühmt-berüchtigte Actionstar Joey Scalini wird von seinem alten Freund, dem Londoner Mafiaboss Dragos Molnar, als Jurymitglied zum internationalen „Miss World“- Wettbewerb eingeladen. Es gibt nur eine Regel: Vier Kandidatinnen sind tabu. Doch natürlich interessiert sich Scalini genau für eine von ihnen – und damit ist der Ärger vorprogrammiert.
So weit der Pressetext. Klingt schon nicht sonderlich gut – das Ergebnis ist aber derart unterirdisch, dass ich mir in den 90 Minuten lieber eine CD von Xavier Naidoo angehört hätte. Und wer mich kennt, weiß, was das bedeutet.
Vinnie Jones liefert hier tatsächlich noch die beste schauspielerische Leistung ab – was schon alles über das restliche Ensemble sagt. Tony Schiena hingegen ist ein darstellerischer Tiefflieger der Extraklasse. Wie der jemals Rollen bekommen hat, bleibt eines der großen Rätsel der Filmgeschichte.
Ganze 60 Minuten passiert hier praktisch nichts. Man sieht belanglose Gespräche, einen unsäglich langen Modelwettbewerb und zwischendurch halbnackte Staffage. Dann gibt es ein paar grauenhaft choreografierte Pseudo-Kämpfe auf dem Laufsteg, Scalini gewinnt natürlich, verprügelt am Ende noch seinen Kumpel – und der Spuk ist vorbei.
Die Dialoge sind peinlich, die Inszenierung lustlos, die Geschichte eine Beleidigung für jeden Zuschauer mit Resthirn. Dagegen wirken selbst alte Van-Damme-Filme wie Oscar-Kandidaten.
Fazit: Einer der beklopptesten Filme, die ich seit langer Zeit gesehen habe. Vollkommen sinnlos, schlecht gespielt, schlecht geschrieben, schlecht inszeniert. Selbst zwei Euro Leihgebühr wären hier rausgeschmissenes Geld.