Night of the Reaper
Horror
Im ruhigen Vorort der 1980er Jahre: Genau ein Jahr nach dem brutalen Mord an einer jungen Frau durch den Babysitter-Killer „The Reaper“ kehrt Deena nach Hause zurück – ebenso wie der Reaper. Als Deena den kleinen Sohn des örtlichen Sheriffs betreuen soll, endet der Abend in einem Albtraum.
Die Zusammenfassung ist hier leider etwas unglücklich geraten, da sie eine wichtige Wendung kurz vor Schluss verrät. Das musste ich rausnehmen, da es für diejenigen, die diesen Pressetext beispielsweise bei Amazon lesen, die Überraschung verderben würde.
Trotzdem gibt es im zweiten Teil des Films einige wirklich unerwartete Jumpscares, die man nicht kommen sieht. Zu Beginn wirkt der Film allerdings etwas abgehackt, da zwei unterschiedliche Geschichten parallel erzählt werden, die sich dann in der Mitte des Films zusammenfügen.
Der 80er-Jahre-Flair wurde sehr gut eingefangen, und auch die Ausstattung ist authentisch. Regisseur Brandon Christensen, der uns vor zwei Jahren den hervorragenden PUPPETMAN präsentierte, hat hier wieder gute Arbeit geleistet – auch wenn dieser Film meiner Meinung nach insgesamt etwas schwächer ausgefallen ist. PUPPETMAN fand ich einfallsreicher und origineller, während NIGHT OF THE REAPER etwas mehr auf die bewährten Genre-Klischees setzt.
Ryan Robbins, bekannt aus der grandiosen Serie SANCTUARY, spielt hier den Sheriff und ist das einzige mir bekannte Gesicht im Cast. Die vermeintliche Hauptdarstellerin hingegen übertreibt an manchen Stellen ihre Mimik, besonders gegen Ende, was manchmal etwas unnatürlich wirkt.
Insgesamt bleibt es ein solider Genrebeitrag, der bei IMDb zur Zeit dieser Rezension eine 5,9 hat – selten stimmte ich einer Bewertung auf dieser Seite so sehr zu.