Monster Summer

Abenteuer / Fantasy

Regie: David Henrie

USA 2024


Noah und seine Freunde entdecken während der Sommerferien in ihrer kleinen Stadt eine düstere, unerklärliche Macht, die ihren unbeschwerten Sommerspaß zu zerstören droht. Gemeinsam müssen sie sich dieser geheimnisvollen Gefahr stellen und erkennen dabei, dass wahre Freundschaft und Zusammenhalt die stärksten Waffen gegen das Unbekannte sind.

Unterstützung bekommen sie vom pensionierten Polizisten Gene Carruthers. Zusammen erleben sie ein wahrlich monströses Abenteuer und versuchen, ihre Heimat vor einer mysteriösen und zerstörerischen Kraft zu retten.

An dieser bewusst launigen Ausgangslage erkennt man schon ziemlich gut, womit man es hier zu tun bekommt. Viel Blut gibt es nicht zu sehen – und während des Films habe ich mich sogar gefragt, ob nicht fast eine FSK-6-Freigabe angemessen gewesen wäre. Jeder Harry-Potter-Film ist im Vergleich gruseliger.

Trotzdem kann man MONSTER SUMMER keine schlechte Bewertung geben. Dafür ist der Film einfach zu liebevoll gemacht. Kinder als Helden, wie man sie etwa aus SUMMER OF 84 oder STRANGER THINGS kennt, sieht man einfach immer wieder gern im Kampf gegen das vermeintlich Böse – auch wenn dieser Film ausnahmsweise mal in den 90er-Jahren spielt.

Nach dem Cover könnte man meinen, dass Mel Gibson nur eine sehr kleine Rolle hat – dem ist aber nicht so. Er bekommt hier überraschend viel Screentime. Im Gegensatz dazu sind die Auftritte von Lorraine Bracco zwar sparsamer, aber dennoch ziemlich prägnant.

Mason Thames startet aktuell ohnehin gerade richtig durch – zuletzt mit dem neuen DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT und zuvor schon in THE BLACK PHONE. Der dürfte sich in den nächsten Jahren als echter Jugendstar etablieren, zumal er gerade erst 18 Jahre alt geworden ist.

Natürlich ist MONSTER SUMMER kein Horrorfilm – ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere, stirbt hier nicht einmal ein Mensch. Stattdessen bekommt man solide Familienunterhaltung. Wenn man mit genau dieser Erwartungshaltung an den Film herangeht, wird man wirklich charmant unterhalten.

Fazit: Kein Gruselschocker, sondern ein liebevoll gemachtes Abenteuer mit viel 90er-Jahre-Flair. Nett, harmlos und sympathisch – genau das, was er sein will.