▶ PLAY ● REC

Last Contact

Science-Fiction / Thriller / Drama

Regie: Tanel Toom

Großbritannien / 2023


Im Jahr 2063 ist die Erde fast vollständig überflutet. Übrig geblieben sind zwei verfeindete Kontinente und eine vor sich hin rostende Plattform mitten im endlosen Ozean: Auf diesem letzten militärischen Außenposten – 3000 Kilometer fernab der eigenen Heimat – halten drei Männer und eine Frau seit über zwei Jahren die Stellung. Ausgestattet mit einer Atombombe wartet die Crew auf die längst überfällige Ablösung. Doch niemand kommt. Sind sie besiegt – oder gar die letzten Überlebenden?

Bei diesem Streifen scheiden sich die Geister. Selten hat man so viele unterschiedliche Meinungen gelesen – und ich kann das auch gut nachvollziehen, denn hier passiert nicht wirklich viel. Eigentlich ist das Ganze ein Kammerspiel auf hoher See, und das ist nun mal nicht jedermanns Sache. Daher wird diese Rezension für meine Verhältnisse relativ subjektiv.

Fangen wir mit den Schauspielern an, denn die wissen durchaus zu gefallen – auch wenn Frau Bosworth (wie immer) darstellerisch eher überschaubar bleibt. Dafür mimt Thomas Kretschmann den fiesen Chef wirklich grandios, und auch die beiden anderen Darsteller machen einen guten Job, selbst wenn die Affäre der zwei Protagonisten ein wenig weit hergeholt wirkt.

Letzteres ist aus meiner Sicht aber ein wichtiger Punkt bei einem solchen Film: Wenn die Darsteller versagen, wird aus so einem Projekt ganz schnell kompletter Schrott.

Spätestens als das vermeintliche Rettungsschiff auftaucht, empfand ich den Streifen aber als durchaus spannend, und auch die weiteren Entwicklungen waren schwer vorherzusehen. Genauso wie die Auflösung des Ganzen, die ich erstaunlich pfiffig fand. Dazu gibt es immer wieder kleine, aber feine Wendungen.

Dazwischen dominieren jedoch klar die Dialoge, und die Action hält sich stark in Grenzen. Von der Machart erinnerte mich das Ganze ein wenig an Der Tod und das Mädchen von Polanski – nur eben auf einer Plattform mitten auf hoher See.

Mir persönlich gefallen diese Art von Filmen, ich kann aber absolut nachvollziehen, wenn es Leute gibt, denen das zu langweilig ist, weil es eben sehr dialoglastig zugeht. Daher ist die recht gute Bewertung meinerseits diesmal deutlich subjektiver als sonst.

Was bedeuten die Chuckys?