Immaculate

Horror / Thriller

Regie: Michael Mohan

USA / Italien / 2024


Die fromme Novizin Cecilia verlässt ihre Heimat in den USA, um einem abgelegenen Kloster inmitten der malerischen Landschaft Italiens beizutreten. Doch der herzliche Empfang durch die Ordensschwestern und Pater Tedeschi trügt: Schon bald entwickelt sich ihr Aufenthalt zu einem Albtraum, als ihr klar wird, dass der Ort ein düsteres Geheimnis und unaussprechliche Schrecken birgt.

Auch das Subgenre des „Nonnenhorrors“ nähert sich so langsam der finalen Salbung. Zu oft hat man mittlerweile Geschichten aus diesem Umfeld erzählt bekommen und selten waren sie wirklich gut. Insbesondere THE NUN war an Blödheit kaum zu übertreffen.

IMMACULATE ist allerdings ganz ordentlich geworden. Das liegt auch daran, dass es hier keine nervigen CGI-Gestalten gibt und – Gott sei Dank – auch kein Exorzismus stattfindet, denn dieses Thema ist nun wirklich bis auf das letzte Kreuz ausgelutscht.

Die Auflösung des Ganzen ist in meinen Augen sogar recht pfiffig und wurde so meines Wissens noch nicht verfilmt (Spoilergefahr, daher kann ich hier nicht mehr sagen).

Mittendrin spielt die mir etwas zu hoch gehypte Sydney Sweeney die Rolle der jungen Novizin durchaus passabel und bekommt von Regisseur Mohan auch einen ordentlichen Cast an die Seite gestellt.

Der Horror kommt hier nicht mit dem Holzhammer, sondern es wird viel mit Atmosphäre gearbeitet – ganz so, wie es die Killerpuppe aus Bad Kreuznach (meine Wenigkeit) gerne sieht.

Allerdings schleppt sich das Ganze irgendwann doch etwas vorwärts und manche Handlungen der Protagonisten sind recht fragwürdig und nicht unbedingt förderlich für ihr eigenes Überleben.

Wieso dieser Streifen eine FSK 18 bekommen hat, wissen wohl auch nur die Verantwortlichen. Ich habe mindestens 100 härtere Filme gesehen, die nicht so eingestuft wurden, denn – von einer Ausnahme vielleicht abgesehen – sieht man hier nicht wirklich viel Brutales.

Fazit: Nonnenhorror, der immerhin nicht die bereits ausgelutschten Pfade vieler Vorgänger beschreitet. Die Atmosphäre ist schön schaurig, das Tempo hätte aber ein wenig angezogen werden können. Nicht schlecht.

Was bedeuten die Chuckys?