Hunting Grounds

Thriller

Regie: Derek Barnes

USA / 2023

Nachdem Chloe Marvino ihrem Ehemann und seiner kriminellen Welt entflohen ist, beginnt sie mit ihren Kindern ein neues Leben im Zeugenschutzprogramm. Doch als plötzlich drei bewaffnete Männer auftauchen, weiß sie, dass ihre Vergangenheit sie eingeholt hat.

Chloe findet Zuflucht bei dem Landstreicher Jake – der sich allerdings bald als sehr viel gefährlicher erweist als die Männer, die sie eigentlich jagen.

Die Story ist zunächst reichlich banal, und ehrlich gesagt war ich schon kurz davor abzuschalten.

Doch nach etwa 25 Minuten wandelt sich Hunting Grounds zu einem wirklich fiesen Thriller, der vor allem in Sachen Brutalität ordentlich zur Sache geht – insbesondere gegen Ende.

Der zunächst als Retter auftretende Jake entwickelt sich nach und nach zu einem echten Psychopathen und ist deutlich unangenehmer als die vergleichsweise harmlosen Gangster.

Schauspielerisch ist das solide, aber Tim Rozon als durchgeknallter Irrer weiß wirklich zu überzeugen. Dem möchte man im Wald ganz sicher nicht begegnen.

So bleibt am Ende ein Film, bei dem man die ersten Minuten überstehen muss – danach bekommt man einen ziemlich harten, aber auch kurzweiligen Thriller serviert, der brutaler ist als so mancher Horrorfilm.

Hunting Grounds startet schwach, entwickelt sich dann aber zu einem überraschend kompromisslosen und unangenehmen Thriller. Kein Meisterwerk – aber definitiv nichts für zarte Gemüter.