Ghost Project
Horror / Mystery / Sci-Fi
Regie: Federico Finkielstain
USA / 2024
Als drei junge Programmierer auf eine stillgelegte Technologie stoßen, rekonstruieren sie diese und überschreiten damit ethische Grenzen. Mit ihrer geheimnisvollen Arbeit öffnen sie eine neue Dimension, die es ihnen ermöglicht, Geister über ihr Telefon zu sehen.
Damit setzen sie nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel, sondern geraten auch in die verbotene Welt der Toten.
Das ist mal wieder etwas für den lieben Chucky, denn dieser sympathische kleine B-Movie hat mir durchaus gefallen, auch wenn es gegen Ende etwas chaotisch und stellenweise auch unlogisch wird – was bei Geisterfilmen allerdings nicht selten der Fall ist.
Die Locations sind gut gewählt, und auch die mir durchweg unbekannten Darsteller machen ihre Sache sehr ordentlich. So in etwa stellt man sich auch Computer-Nerds vor (okay, die Dame ist vielleicht einen Tick zu sehr gestylt).
Die Geschichte ist natürlich schon ziemlich krude, aber immerhin durchaus originell. Ich kann mich nicht erinnern, etwas Ähnliches bereits gesehen zu haben, und so gibt es hier einige wirklich interessante Ansätze, etwa die klassische Geistergeschichte mit neumodischem Kram wie Virtual Reality zu verbinden.
Insbesondere die Szenen in dem Haus der Mitbewohnerin von Alice sind toll in Szene gesetzt, wenn man bedenkt, wie wenig Budget hier zur Verfügung stand – dafür sieht der Film erstaunlich professionell aus.
Allerdings richtet sich GHOST PROJECT ausschließlich an ein Publikum, das dem B-Movie zugewandt ist. Menschen, die lieber 100-Millionen-Dollar-Produktionen mit jeder Menge Effekten sehen wollen, sind hier sicher nicht die Zielgruppe.
Wer kleine Produktionen mag, die mit viel Herzblut gedreht wurden, ist hier richtig. Insbesondere die erste Stunde ist wirklich gut, während es gegen Ende etwas merkwürdig wird und man so manche Handlung der Protagonisten nur noch bedingt nachvollziehen kann.
PS: Für Leute, die Happy Ends wollen, ist der Film übrigens völlig ungeeignet.