Forbidden Floor

Horror / Thriller

Regie: James DeMonaco

USA / 2024


Max wird zu vier Monaten gemeinnütziger Arbeit in einem Altersheim verurteilt. Während das medizinische Personal dem neuen Mitarbeiter fast schon feindselig gegenübertritt, gewinnt er schnell die Sympathie der Bewohner. Die warnen den jungen Mann vor den merkwürdigen Menschen im streng abgeschirmten vierten Stockwerk. Max gibt seiner Neugier nach und kommt bei seinen Ausflügen auf die verbotene Etage zunehmend hinter ein schreckliches Geheimnis.

Dieser Streifen hat mich wirklich überrascht – ich hatte noch nie etwas davon gehört, sondern bekam ihn von der netten Dame bei PLAION einfach mitgeschickt. Die Story ist wirklich abgefahren, und das Ende setzt noch einen drauf.

Die ersten zehn Minuten wirken zunächst etwas merkwürdig, denn die ganze Vorgeschichte um Max will nicht so recht zum Rest des Films passen. Doch erst im Altenheim angekommen, ist es wirklich amüsant zu beobachten, wie dem armen Kerl so langsam immer mehr seltsame Dinge auffallen. Als dann seine Lieblingspatientin vermeintlichen Suizid begeht, beginnt er intensiver nachzuforschen.

Ist der Film in den ersten 80 Minuten eine gelungene Mischung aus Thriller und Horror – inklusive eines kleinen Seitenhiebs auf das amerikanische Gesundheitssystem, der allerdings etwas untergeht – werden gegen Ende die Splatterfreunde voll auf ihre Kosten kommen. Da geht es dann zu wie bei SUBSTANCE oder dem letzten Streifen mit Josh Hartnett.

Natürlich ist die Auflösung reichlich weit hergeholt, um nicht zu sagen krude, passt aber erstaunlich gut zum Rest der Geschichte. Auf so etwas muss man auch erst einmal kommen. Regisseur James DeMonaco ist bislang vor allem als Autor der PURGE-Reihe bekannt, während Hauptdarsteller Pete Davidson eigentlich eher in der Comedy-Ecke zu Hause ist.

Fazit: Den Pflegenotstand wird dieser Film sicher nicht beenden – im Gegenteil, nach Sichtung von FORBIDDEN FLOOR werden noch weniger Leute Lust haben, diesen Job zu ergreifen. Der Film selbst weiß aber mit seiner schrägen Grundidee und dem völlig überzogenen Ende wirklich zu gefallen.