Drone

Thriller

Regie: Simon Bouisson

Frankreich / 2024


Émilie ist gerade für ihr Studium nach Paris gezogen und jobbt nebenbei als Camgirl – was allerdings ihr Geheimnis ist. Als eines Abends eine Drohne vor ihrem Fenster auftaucht, ändert sich ihr Leben schlagartig. Fortan verfolgt die Drohne Émilie überallhin und drängt immer weiter in ihr Privatleben ein.

Doch von wem wird diese Drohne gesteuert – und warum sucht sie sich ausgerechnet Émilie aus? Als sie sich auf die Suche nach Antworten macht, gerät nicht nur ihr Leben in Gefahr.

Nachdem die regelmäßigen Seher von Neuerscheinungen nun wissen, wie gefährlich KI ist (denn gefühlt 20 Filme über dieses Thema kamen in den letzten Monaten auf den Markt), geht es hier nun um eine andere vermeintliche Bedrohung der Neuzeit: die Beobachtung durch Drohnen und den kompletten Entzug der Privatsphäre.

Der Film ist insgesamt sehr stimmig. Die Geschichte mit der Architekturschule, das Verhältnis der beiden Protagonistinnen, die Kameraführung (manche Aufnahmen sind wirklich genial) – das passt alles sehr gut zusammen und ergibt ein rundes Gesamtbild.

Allerdings gerät DRONE einen Tick zu lang. 20 Minuten weniger hätten wohl auch gereicht, denn bis wirklich etwas passiert, was das Thema Drohne angeht, dauert es schon eine ganze Weile.

Trotzdem hat man, wie bereits erwähnt, die Zeit bis dahin gut gefüllt, weil man sich stark auf den Werdegang von Émilie konzentriert und eine erstaunlich intensive Charakterzeichnung einbaut.

Die mir völlig unbekannte Darstellerin der Émilie, Marion Barbeau, schrammt allerdings mehrfach haarscharf am Overacting vorbei. Insbesondere die Liebesszenen sind schon etwas dick aufgetragen.

Dafür gibt es ein Wiedersehen mit der bezaubernden Eugénie Derouand, die wir aus dem sensationellen – ebenfalls von SPLENDID stammenden – ADVENT CALENDAR kennen, in dem sie sogar die Hauptrolle spielte und der für mich einer der besten Filme der letzten Jahre ist.

Für Menschen, die kein Problem damit haben, dass der Film recht langsam beginnt und sich zunächst stark auf das Umfeld der Hauptdarstellerin konzentriert, dürfte DRONE durchaus geeignet sein – zumal die Spannungsschraube gegen Ende dann auch deutlich angezogen wird.

Jedenfalls wird hier eindrucksvoll gezeigt, wie so ein Ding einem das Leben ganz schön zur Hölle machen kann. Glücklicherweise verzichtet man auf so einen Quark wie Waffen an der Drohne oder ähnlichen Unsinn – es reicht schon die bloße Beobachtung, um ein sehr unangenehmes Gefühl zu erzeugen.

Was bedeuten die Chuckys?