Deep House
Horror / Mystery
Regie: Alexandre Bustillo & Julien Maury
Frankreich / 2021
Tina und Ben, Urban Explorer aus New York, erkunden auf ihrer Europareise verlassene Orte und Gebäude. Ein besonderes Highlight: In den 1980er-Jahren wurde in Südwestfrankreich ein Dorf den Fluten geopfert, um fortwährende Überschwemmungen für die Region zu vermeiden.
Auf dem Grund des so entstandenen Sees steht angeblich eine seitdem perfekt erhaltene Villa. Was die beiden Taucher zunächst für einen einzigartigen Fund halten, entwickelt sich jedoch schnell zum Albtraum. Sie erkennen, dass das Haus ein grausames Geheimnis hat.
Gefangen und mit gefährlich schwindenden Sauerstoffreserven stellen sich Tina und Ben schließlich die erschreckende Frage: Sind wir wirklich allein im Haus?
Als ich diese Geschichte gelesen habe, war ich wirklich gespannt, denn ich kann mich an keinen Streifen erinnern, der mit dieser Ausgangsbasis aufwartet. Oder kennt jemand einen Spukhausfilm, der unter Wasser stattfindet? Wenn ja, bitte eine kurze E-Mail an mich.
Und genau diese Idee erweist sich auch als durchaus spannungsfördernd, denn viele Dinge, die dem Pärchen in der Tiefe passieren, wären in einem „Spukhaus“, das normal auf der Wiese steht, eigentlich relativ unspektakulär.
Geschickt nutzt man hier die Enge innerhalb des Hauses, um klaustrophobische Ängste beim Zuschauer auszulösen. Und als man dann nicht mehr nach draußen findet, werden diese noch verstärkt – für jemanden wie mich der absolute Horror.
Das Einzige, was ich bemängele, ist, dass die Vorgeschichte etwas platt und schnell erzählt wird. Allerdings geht der Streifen insgesamt auch nur 82 Minuten – hätte man das noch weiter ausgedehnt, wäre das Verhältnis zwischen den beiden Abschnitten (über Wasser und unter Wasser) noch unverhältnismäßiger geworden.
Natürlich ist die Auflösung hanebüchen und es herrscht ständiger Erklärungsnotstand – aber das ist nun mal ein Horrorfilm, und da muss auch nicht immer alles logisch erklärt werden.
So bleibt unter dem Strich ein wirklich origineller Streifen, dessen Dreh (siehe Extras) aufgrund der Location doch recht aufwendig war.
Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass es Leute gibt, die das Geschehen eher langweilig finden – denn wirklich viel passiert nicht, sondern es werden gezielte Schocks gesetzt. Da ich allerdings dreimal richtig erschrocken bin, was mir heutzutage fast nie mehr passiert, sind allein dafür die 7 Punkte schon gerechtfertigt.