Das erste Omen

Horror

Regie: Arkasha Stevenson

USA / Italien / 2024


Als eine junge Amerikanerin nach Rom geschickt wird, um ein Leben im Dienst der Kirche zu beginnen, begegnet sie einer Dunkelheit, die sie dazu bringt, ihren eigenen Glauben in Frage zu stellen, und deckt eine erschreckende Verschwörung auf, die die Geburt des leibhaftigen Bösen herbeiführen will.

Halleluja würden amerikanische Prediger hier sicherlich einwerfen. Welch originelle Handlung – hatten wir ja noch nie. Und die Frage, ob wir diese Art Film mit genau dieser Geschichte noch einmal brauchen, kann man auch schnell beantworten: NEIN. Schon gar nicht in dieser Umsetzung.

Geschlagene 45 Minuten lang passiert erst einmal gar nichts, außer langweiligem Nonnen-Gefasel und dem Ausbüchsen aus dem Kloster, um in der Disco zu feiern (sehr progressiv). Das erste Ableben einer der Protagonist:innen (haha) ist dann zumindest einigermaßen gut in Szene gesetzt.

Auch danach geschieht wenig. Erst im letzten Abschnitt wird es etwas gruseliger und auch ekliger – bis dahin läuft man allerdings schon Gefahr, eingeschlummert zu sein. Denn der x-te Aufguss der Wiedergeburt des Teufelskindes hat nur bedingten Unterhaltungswert und verliert irgendwann auch das Interesse des Zuschauers.

Zugegeben: Die Wende etwa eine halbe Stunde vor Schluss ist ganz nett, wenn auch nicht komplett überraschend. Auch die Schauspieler gehen völlig in Ordnung. Wobei man sich bei Charakterdarsteller Bill Nighy durchaus fragen darf, was ihn geritten hat, diese Rolle anzunehmen – aber okay, zehn Sätze aufsagen, um damit die Rente aufzubessern, ist so gesehen auch nicht schlecht.

Zudem finde ich es interessant, wie weit die Discotheken in Italien im Jahre 1971 schon waren, denn dort tanzte man bereits zu BONEY M.s „Daddy Cool“, welches erst fünf Jahre später erschien. Man hatte also wohl auch hier göttliche, hellseherische Fähigkeiten.

Am besten gelingt insgesamt immerhin noch der Übergang zum Original-OMEN-Film aus dem Jahre 1976, indem man die Rolle von Gregory Peck mit vorbereitet. Das wurde wirklich schön gelöst – nützt aber nichts.

So bleibt unter dem Strich bräsiger Nonnenhorror mit einer teilweise doch überforderten Regisseurin, deren erster abendfüllender Spielfilm auf Leinwandniveau leider nicht wirklich begeistern kann und sich in Plattitüden und tausendmal gesehenen Handlungssträngen und Szenen verliert. Da hat mir IMMACULATE besser gefallen. Gegen Ende wird es dann zudem noch fast albern.

Jetzt reicht’s aber auch mal mit Kloster und Nonnen. Auch dieses Thema ist im Horrorbereich nun komplett durchgenudelt und wird selbst die gläubigsten Noviz:innen (haha) abschrecken, diese Etablissements zu besuchen.

Was bedeuten die Chuckys?