Cleaner

Action / Thriller

Regie: Martin Campbell

UK / 2025


Die ehemalige Soldatin Joey arbeitet als Fensterputzerin in 300 Metern Höhe an der Außenwand eines Londoner Hochhauses, als im Inneren eine Gruppe radikaler Aktivisten unter der Führung von Marcus die Gäste einer Gala als Geiseln nimmt, um die Korruption eines internationalen Energiekonzerns aufzudecken.

Doch Extremisten in den eigenen Reihen sind bereit, jeden im Gebäude zu töten, um ihre anarchistische Botschaft in die Welt zu senden. Ohne Unterstützung der Polizei sieht sich Joey gezwungen, selbst einzugreifen und die Geiseln zu befreien – darunter auch ihren jüngeren Bruder.

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich einfach mal einen Film anschauen, um nur abzuschalten und sich berieseln zu lassen. Deshalb finde ich vieles aus der Statham-, Seagal- oder ähnlichen Action-Ecke eher unerquicklich – Bruce Willis bildet da für mich eine der wenigen Ausnahmen.

Hier haben wir es im Grunde mit einer Art „Stirb langsam für Arme“ zu tun. Wirklich viel Neues gibt es nicht zu sehen, stattdessen versucht der Film recht krampfhaft, noch eine Ökobotschaft unterzubringen.

Die Idee mit der Fensterputzerin ist allerdings durchaus pfiffig und erweist sich auch als effektiver Suspense-Faktor. Von ihrer schwindelerregenden Position aus versucht sie, die Geiselnahme zu beenden – was sich naturgemäß nicht ganz einfach gestaltet.

Clive Owen lebt also auch noch. In den frühen 2000ern hatte er einige wirklich starke Auftritte, etwa in CHILDREN OF MEN oder THE INTERNATIONAL. Danach wurde es recht still um den Briten, der zwischenzeitlich sogar als James-Bond-Kandidat gehandelt wurde.

Apropos 007: Auch Regisseur Martin Campbell kennt sich mit Bond bestens aus, schließlich inszenierte er CASINO ROYALE. In den letzten Jahren war es auch um ihn ruhiger geworden. Mit CLEANER meldet er sich nun mit einem eher schmal budgetierten Streifen zurück, der allerdings nicht mit Logiklöchern geizt – deren Aufzählung diese Rezension allerdings sprengen würde.

Da CLEANER aber ganz sicher nicht antritt, um irgendeinen Arthouse-Preis zu gewinnen, muss ich sagen: Mich hat der Film überraschend gut unterhalten und er ist angenehm kurzweilig geraten.

Dazu kommt noch Ruth Gemmell, die man eigentlich immer gerne sieht – hier als leitende Ermittlerin. Auch die Hauptdarstellerin, die hier ein bisschen als „Bruce Willis light“ fungiert, ist durchaus sympathisch.

Fazit: Natürlich ist CLEANER kein Meisterwerk und glänzt nicht gerade mit Finesse. Aber selbst ich kann mir ab und zu simple Unterhaltung gönnen – und genau die bekommt man hier durchaus geboten.