Bloodthirsty

Horror / Drama / Thriller

Regie: Amelia Moses

Kanada / 2020


Die erfolgreiche Musikerin Grey plagen alptraumhafte Visionen. Als sie die Einladung des berüchtigten Musikproduzenten Vaughn Daniels erhält, mit ihm in seinem abgelegenen Studio in den Wäldern Kanadas zu arbeiten, beginnt sie langsam herauszufinden, was wirklich in ihr steckt …

Der Streifen bekommt im Netz überwiegend schlechte Kritiken, was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Vielleicht sollten Menschen, die normalerweise nur Mainstream konsumieren, keine Filme von Pierrot Le Fou (dem Label) anschauen, die fast immer einen gewissen Kunstanspruch besitzen – so auch dieser hier.

Erst einmal ist die Atmosphäre absolut gelungen. Zwar würde ich den Film nicht als wirklich spannend bezeichnen, doch die Bilder sind im Zusammenspiel mit der Musik, auf die ich später noch eingehe, sehr ästhetisch.

Die Schauspieler machen zudem einen guten Job. Die Hauptdarstellerin hatte ich zuvor noch nie gesehen. Der männliche Gegenpart wird von Greg Bryk gespielt, den ich gut kenne, denn er war WES in der absolut genialen Serie ReGenesis, die ich nach wie vor für eine der besten aller Zeiten halte.

Bei Amazon gibt es die vier Tracks, die in dem Streifen zu hören sind, als Download – und die lohnen sich wirklich. Insbesondere Bloodthirsty und God Is a Fascist sind zwei absolut geniale Songs. Mich würde wirklich interessieren, ob die Darstellerin die selbst eingesungen hat.

Der Film hat einen gewissen künstlerischen Anspruch, den – wie oben bereits erwähnt – anscheinend nicht allzu viele verstanden haben.

Ich denke auch, dass eventuell das Cover ein wenig reißerisch gewählt wurde. Wer nicht weiß, was dieses Label für Filme veröffentlicht, könnte meinen, dass es sich hier um einen klassischen Werwolf-Film handelt – und dem ist eben mitnichten so.

Fazit: Sehr gelungener Streifen mit schöner Musik und schicker Atmosphäre.

Was bedeuten die Chuckys?