Bloodshed
Horror
Regie: Jim O'Rear
USA / 2005
Mit Erstlingswerken von Nachwuchsregisseuren ist das immer so eine Sache: Entweder sie sind überraschend gut – oder abgrundtief schlecht. Bei diesem Machwerk hier trifft ohne jeden Zweifel Letzteres zu. Und zwar in wirklich jeder Hinsicht.
Die „Handlung“ ist kaum der Rede wert: Zwei Typen, zwei Tussis (eine dümmer als die andere) und zwei im Wald lebende Vollidioten. Weil einer der Bekloppten eine der Damen schief anschaut, dreht deren Freund gleich völlig durch. Später im Wald bekommt er dafür die Quittung – und der Rest der Truppe gleich mit.
Ich wüsste selbst nach längerem Nachdenken nicht, was diesem Film irgendeine Daseinsberechtigung verschaffen sollte. Den billigen Look könnte man ja noch entschuldigen – Budget war offensichtlich keines da. Aber für den Rest dieses Desasters gibt es keinerlei Ausrede.
Die Darsteller sind so schlecht, dass sie nicht einmal ein Vorcasting bei Schwester Stefanie überstanden hätten. Dazu kommen völlig unpassende und lustlos wirkende Synchronsprecher. Die „Story“ ist ungefähr so spannend wie der Wetterbericht aus Kasachstan, und die Regie hätte selbst ich vermutlich nicht schlimmer verbocken können.
Wirklich rätselhaft ist nur, wie irgendjemand auf die Idee kommen konnte, für diesen Unsinn auch nur einen zweistelligen Betrag zu bezahlen, um ihn in Deutschland zu veröffentlichen. Niemand – und da bin ich mir sicher – wird diesem Film mehr als eine 3 geben, und das auch nur aus Mitleid.
Das Cover sieht immerhin ganz nett aus und wird sicher den einen oder anderen bedauernswerten Videothekenkunden dazu verleiten, sein sauer verdientes Geld dafür auszugeben. Käufer trifft es noch schlimmer – die dürfen dann vermutlich 15 Euro oder mehr für diesen Müll auf den Tisch legen.
Mein Rat: Lieber das Geld spenden oder anzünden – hat mehr Sinn. Und ich habe wieder 90 Minuten meines Lebens verschwendet, aber wenigstens einen guten Zweck erfüllt: Euch vor diesem Film gewarnt.